Eine feierliche Grundstimmung hielt Einzug, als Friedrich Flucke und Henry Witkowsky das Musikstück „The Final Countdown“ anspielten und sich parallel die zahlreichen Gäste erhoben, um erwartungsfroh ihre Position auszurichten. Langsam und würdevoll zogen anschließend 38 festlich gekleidete Absolventen und Absolventinnen des aktuellen Abiturjahrgangs des Gymnasiums St. Josef in die Pfarrkirche zu Dingelstädt ein, angeführt von den Stammkurslehrern Valentin Behrendt und Horst Kretschmer. Aufgrund der hohen Temperaturen war die Veranstaltung in die Kirche St. Gertrud verlegt worden, da sich die Schulaula zu sehr aufgeheizt hatte, wie Michael Gremler aus der Lehrerschar von dem Festakt berichtet.

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In ihrer folgenden Ansprache fragte Schulleiterin Evelin Schotte-Grebenstein die Abiturienten und Abiturientinnen direkt: „Was ist so sinnvoll, dass es euch hilft, in dieser Welt euren Weg zu finden?“ Dass die bisherigen Schüler und Schülerinnen diese Frage bereits zum Teil beantwortet hatten, wurde im Folgenden hörbar, als charakterstarke Situationen geschildert wurden, die den Jahrgang längst als aufmerksam, mitfühlend und verbunden kennzeichneten. Der sich anschließende Bezug der Direktorin zur Abiturkerze des Jahrgangs, die zu den einzelnen schriftlichen Prüfungen stets entzündet wurde, zeigte, dass sich die Schülerinnen und Schüler dieser Tatsachen bewusst waren. „Halt finden und Mut haben“, lautete hierauf der Spruch.
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Mut, Demut und Zusammenhalt prägen den Wunsch an die Absolventen
„Das Wort ‚Mut‘ kommt auch in dem Wort ‚Demut‘ vor“, knüpfte die Schulleiterin hieran an, um weiter auszuführen: „Sie hilft uns, offen zu bleiben, andere Perspektiven wertzuschätzen und eine respektvolle Haltung zu entwickeln.“ Gelerntes müsse einsetzbar sein, um in den entscheidenden Momenten Verantwortung übernehmen zu können, wenn nicht sogar zu müssen.
Und so gab Evelin Schotte-Grebenstein dann eben doch insgesamt drei Antworten auf die eingangs gestellte Frage nach mitzugebenden Wünschen. Sie wünschte den jungen Erwachsenen von Herzen stets die „innere Stärke, um anderen Halt zu geben“, aber auch „Mut zum eigenen Weg, denn das Tun ist der eigentliche Beweis des Könnens“. Dafür brauche es aber auch Menschen, die einem Halt geben und einen tragen, „um das Füreinander als Basis von Menschlichkeit, Hoffnung und Zuversicht zu bewahren“.

Feierlich blieb die Veranstaltung nicht nur aufgrund der gesprochenen Worte, sondern auch angesichts der verteilten musikalischen Beiträge: Melina Beck (Querflöte) sowie Hanna und Helena Opfermann (Gesang im Duett) schufen außergewöhnliche emotionale Momente. Diese Stimmung aufgreifend, stellte die Schulleiterin die besonderen Leistungen des Jahrgangs vor, um anschließend zahlreiche Ehrungen vorzunehmen. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,96 präsentierte sich der verbleibende Jahrgang eindeutig leistungsstark. In besonderem Maß ragten hierbei Lukas Krippendorf mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,0, Pauline Heckrodt (ebenfalls 1,0) und Clara Wolf (1,3) heraus.
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Den Ehrungen der Fachschaften Mathematik, Geschichte, Physik, Seminarfach, Deutsch und Chemie (Tom Diegmann, Pauline Heckrodt, Laura Hellbach, Malou Küllmer, Lukas Krippendorf, Jaden Taylor Trültzsch, Joachim Wehr, Vinzenz Weinrich) schloss sich die Vergabe der Stipendien der Online-Plattform e-fellows.net an insgesamt 20 Absolventen und Absolventinnen an. Ausdrückliche Erwähnung fand hierbei auch noch einmal der 3. Platz im Rahmen des erstmals ausgeschriebenen Eichsfelder Schulpreises, den Fabienne Bartholomäus, Laura Hellbach, Lena Schmidt und Emily Schneider mit ihrer Seminarfacharbeit erlangten.
Passend zu den einleitenden Worten der Direktorin wurden auch Preise für soziales Engagement vergeben, sei es die musikalische Unterstützung zahlreicher schulischer Veranstaltungen (Pascal Trappe), das Organisationsteam des Abiballs (Malou Küller, Emma Töpfer und Clara Wolf), die wertschätzende Präsenz in der Schulbibliothek (Pauline Heckrodt) oder das ausgeübte Amt der Kurssprecherin (Emily Goldmann, Clara Wolf).
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Absolventen danken Lehrern, Eltern und ihren Wegbegleitern
Dass der Jahrgang in den zurückliegenden beiden Jahren zusammengewachsen ist, spiegelten auch Anni Schilling und Emily Goldmann im Namen der Absolventenschar wider. Sie verwiesen auch auf den wichtigen Anteil der Lehrerschaft sowie der Schulleitung und dankten ihnen ausdrücklich, nicht ohne die Stammkurslehrer im Besonderen herauszuheben. Aber auch ihre Klassenlehrerinnen aus Jahrgang fünf fanden besondere Erwähnung als wichtige Orientierungspunkte für das sanfte Ankommen am Gymnasium und somit das Einfinden in die gymnasiale Schulzeit.

Die letzten und damit intensivsten Dankesworte wurden an die Eltern gerichtet: „Ihr habt uns ermutigt, habt uns vertraut, aber auch die ein oder andere wichtige Standpauke gehalten“, betonte Anni Schilling diesen wichtigen Rückhalt in den zurückliegenden Jahren. Was bleibt, seien Erinnerungen, schlossen die beiden Rednerinnen und verwiesen hierbei vor allem auf die Jahrgangs- und Kursfahrten nach Großbritannien, auf die Zugspitze oder nach Leipzig.
Richteten die Schülerinnen vorrangig den Blick auf das Zurückliegende, orientierte Elternsprecherin Sandra Wolf im Namen der Eltern – nach erfolgten Dankesworten bezüglich des Engagements der Lehrer und Lehrerinnen – den Blick auf das Kommende. Anknüpfend an ein Zitat Albert Einsteins, „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in dieser gedenke ich zu leben“, legte sie in Anknüpfung an die einleitende Schulleiterinnenrede den Fokus auf das anstehende Nutzen und Entfalten der eigenen Möglichkeiten, basierend auf dem bisher Erlernten.
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Die unmittelbare Zukunft des Jahrgangs spielte sich erst einmal auf dem Abiball ab. Gefeiert wurde in stimmungsvoller Atmosphäre in Silberhausen. Passend zum musikalischen Beginn der Veranstaltung wurde hier „The Final Countdown“ der Schulzeit bis tief in die Nacht heruntergezählt.
red









