In Breitenbach steppt am Wochenende der Bär. Der Tanzbär, um genau zu sein. Doch Tierfreunde können beruhigt sein, denn Meister Petz ist lediglich ein Kirmesbursche im Kostüm. Er führt den traditionellen Kirmesumzug an und gibt den Takt vor.

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In diesem Jahr ist die Breitenbacher Kirmes allerdings eine besondere, denn der Kirmesburschenverein feiert sein 40-jähriges Bestehen. „Eigentlich war es damals eine Neugründung“, erzählt dessen Vorsitzender Manuel Klymus. Denn ein erster Kirmesburschenverein war bereits Mitte der 1950er Jahre gegründet worden. Doch bis zu einer festen Etablierung regelmäßiger Kirmesfeiern sollte es noch dauern.
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In den Jahren 1965 bis 1972 gab es die Kirmesfeiern nur mit Unterbrechungen. Erst nach dem Neubau des Dorfsaals zog die Kirmesfeier endgültig fest in den Veranstaltungskalender des Dorfes ein. Derzeit zählt der Verein 35 Mitglieder im Alter zwischen 16 und 67 Jahren.
Obwohl es dem Namen nach ein Kirmesburschenverein ist, steht er seit dem Jahr 2020 auch den Frauen und Mädchen des Dorfes offen. Acht weibliche Mitglieder gehören inzwischen dazu. „Die Nachfragen kamen einfach, und schließlich brauchen wir junge Leute im Verein“, erklärt der Vorsitzende. Generell sei man immer auf der Suche nach Vereinsnachwuchs. Gerade die jungen Kirmesburschen rührten dafür die Werbetrommel, fährt Klymus fort.
Ein Ständchen für jeden Haushalt
Auch abseits der Kirmes bringt sich der Verein ins Dorfleben ein. „Wir unterstützen beim Osterfeuer, beim Weihnachtsmarkt, beim Kindergartenfest oder wenn eine Aufräumaktion im Dorf ansteht“, sagt Kirmesbursche Fred Heiland. So habe man sich beispielsweise um das Kriegerdenkmal und den Spielplatz gekümmert. Aber auch vereinsintern wird Geselligkeit großgeschrieben. So gibt es unter anderem regelmäßige gemeinsame Ausflüge mit den Familien, die sich großer Beliebtheit erfreuen.
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Neben dem Tanzbär gehört noch eine weitere Tradition zur Breitenbacher Kirmes: „Jeder Haushalt, nicht nur die Sponsoren, bekommt ein Ständchen gespielt“, erklärt Klymus. Das erfordert von der Kapelle natürlich ein entsprechendes Durchhaltevermögen. „Das dauert ungefähr sieben Stunden – wenn wir schnell durch sind“, schmunzelt Klymus.
Die Jubiläumskirmes startet am Samstag mit dem Ständchensingen des Vorstandes, ehe um 12.30 Uhr am Dorfteich ein Bierathlon startet. Auf die Zuschauer warten derweil Getränke und Herzhaftes vom Grill. Ab 20 Uhr bittet die Band 4You zum Kirmestanz.

Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Kirmeshochamt samt Prozession. Um 14 Uhr beginnt der Umzug mit insgesamt 16 Motivwagen und Fußgruppen. Auch befreundete Vereine werden dabei sein. „Normalerweise ist der Umzug bereits am Samstag, aber wegen des Jubiläums findet er dieses Mal am Sonntag statt“, so Klymus.
Anschließend wird zum Familiennachmittag am Wolfhagen geladen, wo sich die kleinen Gäste auf eine Hüpfburg und Kinderschminken freuen dürfen. Als besonderer Höhepunkt werden in diesem Jahr Hubschrauberrundflüge über das Dorf und die Region angeboten.
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Ihren Abschluss findet die Kirmes am Montag ab 11 Uhr mit einem Frühschoppen samt Schlachteplatte. Dabei ist auch ein Besuch der Kindergartenkinder Tradition, die an diesem Tag ihr Mittagessen im Kreise der Großen zu sich nehmen. „Wenn die Augen der Kleinen leuchten, weiß man, dass die Zukunft des Dorfes in guten Händen ist“, findet Manuel Klymus.









