„Immer wieder gelingt es international agierenden Tätergruppen, sensible Daten über Telefon oder Computer zu ergaunern“, spricht die Polizei in Nordthüringen ein aktuelles Thema an. Die angewandten Betrugsmaschen seien vielfältig und perfide. Falsche Polizeibeamte, fingierte Anrufe von Bankinstituten oder das „Phishing“ von Kontodaten führen immer wieder dazu, dass Bürger zum Opfer von Betrug werden. Derzeit häufen sich die Fälle in den vier Nordthüringer Landkreisen und damit auch im Eichsfeld.

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In diesem Zusammenhang will die Polizei erneut sensibilisieren und dazu aufrufen, stets skeptisch zu sein, wenn telefonisch persönliche und sensible Daten erfragt werden. Banken und Polizei rufen niemals an und wollen Auskunft über Vermögenswerte oder gar Kontodaten haben. „Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, geben Sie auf gar keinen Fall derlei Daten an die Anrufer weiter und informieren Sie umgehend die Polizei über den Betrugsversuch“, rät die Polizei dringend

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Betrüger erschleichen sensible Daten an der Haustür

Auch an der Haustür werden Daten erfragt – eine von vielen Vorgehensweisen ist die „Vertretermasche“. Dabei klingeln angebliche Vertreter von Strom-, Wasser-, oder Gasanbietern, Herstellerfirmen von Staubsaugern, Autohäusern oder Ähnlichem an der Haustür und erfragen direkt sensible Daten. „Leider kommt es häufig zur Übermittlung von solchen Informationen und führt in der Folge meistens dazu, dass den Geschädigten wenig später auffällt, dass ihre Konten leergeräumt wurden“, so ein Polizeisprecher. „Das Geld fließt oft über ausländische Konten den Betrügern zu und lässt sich in den allermeisten Fällen nicht zurückholen. Hierbei sind in Einzelfällen bereits Schadenshöhen mitunter von hunderttausenden Euro entstanden.“

Oft werden gezielt ältere Menschen kontaktiert – in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung fehle es meistens den älteren Bürgern an Einschätzungsvermögen, ob ein Vertreter oder ein Telefonat „echt“ sind. Es herrsche ein Grundvertrauen und eine Auskunftsbereitschaft gegenüber Institutionen und der Polizei. „Genau das wird ausgenutzt und lässt ältere Personen als größte Opfergruppe solcher Betrügereien aus der Statistik hervorgehen.“

Bei der Polizei steht eine Internetseite zur Verfügung, bei der sie detaillierte Informationen zu einzelnen Betrugsmethoden bereitstellt. Die Arten von Betrug reichen von Betrug im Urlaub über Haustürgeschäfte und Schockanrufe bis zu EC-Kartenbetrug und Gewinnversprechen. Insgesamt 20 verschiedene Betrugsmaschen werden erläutert. Zu jeder gibt die Polizei genaue Tipps zum richtigen Verhalten: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.

red/sit