Bei einem plötzlichen Herzstillstand zählt jede Minute. Damit im Grenzmuseum Schifflersgrund in Asbach-Sickenberg im Ernstfall schnell geholfen werden kann, steht dort ab sofort ein automatisierter externer Defibrillator (AED) bereit. Gefördert wurde die Anschaffung von der Thüringer Ehrenamtsstiftung.

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Mehr als 70.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr außerhalb einer Klinik einen Herzstillstand, nur rund zehn Prozent von ihnen überleben. Vor der Anwendung des Defibrillators muss niemand zurückschrecken: Eine bebilderte Anleitung und Sprachansagen führen Schritt für Schritt durch den Einsatz. Das Gerät analysiert den Herzrhythmus selbst und gibt einen Schock nur dann ab, wenn er medizinisch erforderlich ist, berichtet Madlen Beckmann vom Museum.

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Defibrillator erhöht Sicherheit für Besucher und Personal

Ein versehentlicher Stromstoß bei normalem Herzschlag sei damit ausgeschlossen. Gemeinsam mit einer Herzdruckmassage lässt sich so die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. Geeignet ist der Defibrillator für Erwachsene und für Kinder ab einem Jahr; per Tastendruck kann die Energie für die Kleinen reduziert werden. „Wir hoffen sehr, das Gerät niemals einsetzen zu müssen“, sagt Museumsleiter Christian Stöber.

„Aber so sind wir nun auf medizinische Ernstfälle deutlich besser vorbereitet. Ob Besucher, Mitarbeiter, Ehrenamtliche oder Wanderer am Grünen Band – der Defibrillator steht allen zur Verfügung und ist praktisch jederzeit für jedermann zugänglich.“

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Bei der Suche nach einem passenden Modell hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Eichsfeld das Museum beraten. Stephan Köhler vom DRK wies die Mitarbeiter vor Ort in Funktionsweise und Anwendung ein. Zu finden ist das Gerät im Eingangsgebäude des Museums, direkt neben dem Erste-Hilfe-Kasten. Ein Aufkleber macht Gäste schon beim Betreten darauf aufmerksam: „Dieser Standort ist herzsicher.“

red/sg