Einen solchen Eintrag in den Ergebnislisten hatte es beim Unstrutlauf in Dingelstädt noch nie gegeben: Leon-Joel Preiß gewann als erster Sportler in der Geschichte der Veranstaltung sowohl den Zwei-Kilometer- als auch den Fünf-Kilometer-Lauf.

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Über die kurze Distanz blieb er mit 6:32,5 Minuten zudem erstmals unter der Sieben-Minuten-Marke und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Über fünf Kilometer stoppte die Uhr bei 19:31,3 Minuten, berichtet Michael Gremler, Lehrer am Dingelstädter St.-Josef-Gymnasium.

Die zehn Kilometer entschied Franz Buch in 35:37,5 Minuten für sich, den Halbmarathon gewann Manuel Scheler nach 1:26:49,2 Stunden. Moderiert und mit den Zeiten kommentiert wurde das Geschehen unter anderem von den Schülern Julian und Nelia.

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Mit etwa 295 Anmeldungen bewegte sich das Teilnehmerfeld auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Auf den Langstrecken über zehn Kilometer und im Halbmarathon gingen zwar etwas weniger Sportler an den Start als im Vorjahr, aufgefangen wurde das jedoch durch die übrigen Laufformate.

Unstrutlauf
Erstmals bestand beim Unstrutlauf die Möglichkeit, am Familienlauf über drei Kilometer teilzunehmen. Familie Brodrecht-Dünnebeil genoss das gemeinsame Lauferlebnis.© Michael Gremler | Michael Gremler

Organisatorin Janett Richter zeigte sich am Ende des Tages geschafft, aber zufrieden: „Es hat erneut alles reibungslos geklappt. Keine Panne, kein Unfall – einfach toll!“ Ausdrücklich dankte sie dem Kollegium des Gymnasiums: „Egal an welcher Stelle auch immer – jede und jeder hat mitgedacht, hat vollen Einsatz gezeigt und war dabei stets nett und herzlich.“

Neu im Programm war in diesem Jahr der Familienlauf, der erstmals in den hinteren Bereich des Riethparks führte. Dort zählte weniger die Zeit als das gemeinsame Ankommen. Mindestens drei Personen mussten ein Team bilden.

Elf Mannschaften nutzten das Angebot, darunter die Familie Brodrecht-Dünnebeil. Vater Michael, einst selbst Schüler am Gymnasium, fand die überschaubare Distanz „richtig gut“ für alle Altersstufen – die Familie werde den Lauf „im kommenden Jahr wieder geschlossen angehen“.

Unterstützung von Feuerwehr und Nachbarschaft

Die übrigen Strecken blieben beim bewährten Profil. Läuferin Julia war eigens aus Mühlhausen angereist. „Der Lauf war einfach perfekt organisiert, großes Lob“, sagte sie und lobte den Kurs.

„Der Lauf durch die Stadt ist angenehm kurvig, somit kurzweilig, und auch die Strecke bis zum Wendepunkt führt nie über besonders lange Geraden.“ Knapp hinter ihr kam Johanna ins Ziel, ebenfalls ehemalige Schülerin und derzeit Praktikantin am Gymnasium. „Es ist immer wieder ein Erlebnis, zurückzukehren, um zu sehen, dass die Schule so lebendig ist“, sagte sie.

Unstrutlauf Dingelstädt
In ihrer Alterskategorie belegten Frieda, Malina und Sara (von links) die ersten drei Plätze über die Zwei-Kilometer-Strecke. © Michael Gremler | Michael Gremler

Getragen wird die Veranstaltung auch von den Helfern an der Strecke. Die Feuerwehr sichert das Rennen Jahr für Jahr ab, sperrt Straßen und regelt im Riethstieg die An- und Abfahrt zur Obstkelterei – nicht immer fallen dabei freundliche Worte. „Es ist uns als Schule und Lauforganisatoren daher ein besonderes Anliegen, gerade auch für diese besonnene und umsichtige Tätigkeit der Feuerwehr von Herzen Danke zu sagen“, betonte Richter.

An der Ein-Kilometer-Marke stand wie seit vielen Jahren Familie Weinrich mit der Nachbarschaft. „Wir versorgen die Läufer mit Getränken unterschiedlicher Art und feuern natürlich an“, sagte Petra Weinrich. Johanna bestätigte die Wirkung: „Den letzten Kilometer fühlt man sich dadurch wie getragen.“

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Der Gedanke des Zusammenkommens prägt auch den Spendencharakter des Laufs. Die Einnahmen aus der Sammlung und ein möglicher Überschuss aus den Teilnahmegebühren gehen an das Familienzentrum Kerbscher Berg.

Dessen Leiterin Pia Schröter, die vor Ort einen Informationsstand betreute, erläuterte, dass damit Kurse für Familien in schwierigen Lebenslagen finanziert und Angebote für jene gefördert werden, die sich die Gebühren nicht leisten können. Auch die soziale Beratung, die Familien und Kinder in weitere Hilfen vermittelt, wird aus den Spenden unterstützt.

red