Erfurt. Beim Bundeswettbewerb waren drei Thüringer Projekte erfolgreich: Die Nachwuchsforscher hatten diese genialen Ideen.

• Das Bundesfinale Jugend forscht fand in Heilbronn statt.
• Sieben Schülerteams waren aus Thüringen vertreten.
• Drei kehren mit einem Preis vom Wettbewerb zurück.

Beim Bundeswettbewerb Jugend forscht hat die Jury drei Thüringer Projekte mit Preisen bedacht. Eine Schülerin und fünf Schüler haben gewonnen.

Den vierten Platz im Fachgebiet Biologie erreichte Aeneas Neumann vom Lerchenberggymnasium Altenburg. Er gewinnt 1000 Euro für sein Projekt, ob Moose, Grünalgen, Farne oder Schachtelhalme Geräusche produzieren. Für seine Tests baute er zunächst eine Schallisolierungskammer, um Störgeräusche abzuhalten.

Eigene Schallkammer für Pflanzen gebastelt

Für die Aufnahmen verwendete er einen selbst montierten Fledermausdetektor, der den Ultraschall in hörbare Signale umwandelte, sowie ein Handy. Der Jungforscher konnte bei allen 17 von ihm getesteten Pflanzenarten die charakteristischen ploppenden Pflanzengeräusche nachweisen. Deren Ursache ist bislang allerdings noch nicht bekannt.

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Nico Richard Lentsch, Dustin Marggraff und Marvin Heyne vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt gewinnen den mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis „Gute Prävention und Rehabilitation“. Sie entwarfen eine künstliche Intelligenz, die eine Lungenentzündung auf Röntgenbildern schnell erkennen kann. Sie trainierten ein neuronales Netz mit Tausenden von Beispielbildern erkrankter und gesunder Menschen. Die künstliche Intelligenz identifiziert die Entzündung der Lunge anhand von Mustern und kann diese Fähigkeit auf neue Bilder anwenden.

Raketentriebwerk ausgedruckt

Maria Maternik von der Salzmannschule Schnepfenthal und Xuancheng Zhao (16) von der Landesschule Pforta in Naumburg nehmen den Sonderpreis zur Sicherheit in Chemie und Werkstofftechnik über 500 Euro mit nach Hause. Die Düse zählt zu den wichtigsten Komponenten einer Rakete. Aus ihr treten die heißen Verbrennungsgase aus, die für den Schub des Flugkörpers sorgen. Das Duo entwickelte mit einfachsten Mitteln eine eigene Raketendüse, hergestellt per 3-D-Drucker. Um die Düse zu testen, entwickelten die beiden Jungforschenden einen kleinen Teststand für Triebwerke.

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