Warum Kafka nicht einmal anders lesen? Und hatte er wirklich keinen Spaß? Anlässlich des 100. Todestages Franz Kafkas versammeln sich noch vor Beginn der Erfurter Herbstlese im September kreative Schreiber zur Sommerbühne, die sich diesmal ganz dem Verwandlungskünstler und Perspektivwechsler widmen. Am Freitag, den 12. Juli, laden Literaturkritikerin Anne-Dore Krohn und ihr Kollege Denis Scheck darum Interessierte in das Haus Dacheröden ein.

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Auf dem Programm stehen vor allem viele Fragen, die am Ende des Tages beantwortet sein sollen: Krohn und Scheck haben sich in ihrer „Kafka-Revue“ den ungewöhnlichen Details über Kafkas Leben verschrieben. Seiner Erfindung des Anrufbeantworters, einer Reiseführer-Buchreihe und ungewöhnlichen Perspektiven. Auch der Film „Das Schloss“ des österreichischen Regisseurs und Drehbuchautors Michael Haneke aus der Reihe „Erlesene Filme - Kino im Salon“ wird zu sehen sein.

Fortsetzung mit Kafkas „Amerika“ im Herbst

Fortsetzen soll sich die Lesereihe dann am 10. Oktober in der Erfurter Zentralheize. Dort wird Musiker und Schriftsteller Sven Regener sich fragen: „Warum Kafka nicht einmal anders lesen?“ Dazu nimmt er sich den Titel „Amerika“ vor, denn: „Man kann das Buch auch als Abenteuerroman lesen, als eine gute Geschichte, wo man wissen will, wie es weitergeht. Und es geht immer weiter, weil Karl Roßmann ein wackerer Held ist, der alles Mögliche tut, bloß nicht lockerlassen.“ 

Karten gibt es aktuell noch im Ticketshop oder auf der Website des Veranstalters zu kaufen.