Wegen einer Bombendrohung wurde die Friedrich-Ebert-Schule am Donnerstagmorgen geräumt. Niemand durfte das Gebäude betreten. Auch der Lange Graben wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei brachte die 300 Mädchen und Jungen sowie 30 Lehrerinnen und Lehrer zunächst in der benachbarten Berufsschule unter. Später wurden die Kinder nach Hause geschickt, beziehungsweise von ihren Eltern abgeholt.

Gegen 11 Uhr konnte die Polizei Entwarnung geben. Das Schulgebäude und der Schulhof wurden durchsucht, es wurden keine Sprengsätze gefunden.

Erfurter Polizei hat leidvolle Übung mit Drohungen

Laut einer Polizeisprecherin ging die Drohung am Morgen per E-Mail ein. Die Polizei rückte daraufhin mit einem Großaufgebot an. Man habe in derlei Fällen „leider schon Übung“, so die Sprecherin. Im vergangenen und vorvergangenen Jahr hielten diverse Bombendrohungen die Stadt in Atem – zuletzt Ende November. Auch bundesweit gab es viele ähnliche Vorfälle. Die Ermittlungen zu diesen Fällen laufen.

Drohungen sind Straftaten

Bei früherer Gelegenheit betonte Polizeisprecher Denny Schlee, dass eine solche Androhung kein Kavaliersdelikt ist. „Darauf steht Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.“ Bei vielen Schülern und Lehren lösen solche Bedrohungsszenarien Ängste aus, auch das, so der Polizeisprecher, sollten sich Täter stets vor Augen halten.

Ebert-Schule wurde erst im November verwüstet

Auch die Friedrich-Ebert-Schule hat Erfahrung mit Polizeieinsätzen. Im November ist die Schule von Einbrechern heimgesucht worden. Um ins Gebäude zu gelangen, zerschmetterten sie die Glasscheiben der Eingangstür, zogen dann wie im Zerstörungsrausch durch das Haus. An Unterricht war am darauffolgenden Tag nicht zu denken. Die Polizei bezifferte den Schaden auf 10.000 Euro.

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