Der deutschlandweit aktive Einzelhandels- und Gastronomiegroßhändler Transgourmet schließt seine beiden Selgros-Großmärkte in Thüringen. Zum 30. September 2025 soll der Selgros-Markt im Erfurter Güterverkehrszentrum dichtmachen. Das Unternehmen bestätigte entsprechende Hinweise auf Nachfrage. Betroffen von der Schließung seien 76 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort. Für sie werde nach einer sozialverträglichen Lösung gesucht. Interne Versetzungen seien ebenso im Gespräch, wie Abfindungen und Unterstützung bei der Jobsuche.

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Krise der Gastronomie und zu hohe Kosten

Zuvor war bekannt geworden, dass die Kette auch ihren Geraer Markt und damit die einzige weitere Filialie in Thüringen schließen wird. Als Datum wird der 31. Oktober genannt. Betroffen seien dort 90 Mitarbeiter. Die Begründung des Unternehmens ist in beiden Fällen gleichlautend: Die „wirtschaftlichen Herausforderungen in der Gastronomie“ und das veränderte Einkaufsverhalten der Kunden würden zu dem Schritt zwingen. Zu hohe Miet- und Betriebskosten ließen Transgourmet „mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“ keine andere Wahl. Selgros ist vor allem für sein an Gastronomie und Delikatessen-Händler gerichtetes Angebot bekannt.

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Eine Ausdünnung des derzeit noch 36 Standorte bundesweit umfassenden Filialnetzes ist nach Auskunft des Unternehmens nicht die einzige Reaktion auf die aktuellen Schwierigkeiten. Man habe in den vergangenen drei Jahren hohe zweistellige Millionenbeträge in die Modernisierung von Märkten, in den Ausbau der Logistik investiert, setze auf Digitalisierung. Für den Erfurter Standort aber sah man offenkundig keine Zukunft mehr.