Wie war das nochmal mit dieser Betonform an Neubau-Schulen, die aussieht, wie ein Fisch? Und wie wurde aus dem Steiger eigentlich die Arnstädter Chaussee? Einige Antworten auf solche Fragen zur jüngeren und älteren Historie der Landeshauptstadt sind in der aktuellen Zeitschrift für „Stadt und Geschichte“ nachzulesen. Mitte Mai vorgelegt, finden sich hier 15 Beiträge, die speziellen Ereignissen oder Entwicklungen der Erfurter Stadtchronik auf den Grund gehen. In der ersten Ausgabe des Jahres finden die Orgeln der Reglerkirche und das Jubiläum des Unionsparlaments genauso Platz, wie Erinnerungen an das Kriegsende 1945 oder das unsichere 900-Jährige von Daberstedt.
Erfurter Stadtteilgeschichte und Blicke auf den Oberbürgermeister in der NS-Zeit
Bildreich wie auch sein Buch hat Lotha Semlin einen Teil seiner Abhandlung zum alten Hirschbrühl gestaltet. Ebenso reich mit Fotos bestückt ist auch Richard Schäfers Beitrag über Hermann Heinrich Bösenberg, dessen Bautätigkeiten in Ilversgehofen und der Krämpfervorstadt samt Bösenbergbrunnen und Hamburger Block detailreich aufgearbeitet werden. In der internen Reihe der Zeitschrift „Erfurt unterm Nationalsozialismus“ ist diesmal das Leben und Wirken von Walter Kießling beschrieben. Der Weg des Oberbürgermeisters und Beauftragten von Adolf Hitler, der sich im Laufe der NS-Zeit in die mittlere Elite der Funktionäre hochgearbeitet hatte, wird von Horst Moritz auf fünf Seiten der Publikation zum Gegenstand der historischen Untersuchung.
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Schlechte Straßen sind in Erfurt keine Neuigkeit
Mit ganz anderen Quellen hat sich die ehemalige Leiterin des Erfurter Stadtarchivs, Antje Bauer, in dieser Ausgabe von „Stadt und Geschichte“ verewigt. Sie hat sich die eingangs schon genannte Arnstädter Chaussee vorgenommen und die teils „elende“ Wegeführung im Steiger nachverfolgt. Diesen „schwerlastenden Fluch“ der „von Erfurt genommen werden“ muss, zeigt sie anhand alter Karten, in der die Straßen eingezeichnet sind.
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Den Abschluss des insgesamt 36 Seiten fassenden Heftes bildet ein Beitrag zum Großen Hospital am heutigen Juri-Gagarin-Ring mit einer Rundschau, welche Bedeutung das Areal einst hatte und welche Spuren davon bis heute für interessierte Besucher sichtbar sind.

„Stadt und Geschichte. Zeitschrift für Erfurt“, Nr. 86, Ausgabe 1 in 2025 gibt es unter anderem im Stadtarchiv Erfurt und im Buchhandel




