„Sei Teil der Hilfe. Gib Wärme, Würde und ein Stück Hoffnung weiter“: Unter dieses Motto haben die Erfurter Streetworker ihr Angebot an Obdachlose in Erfurt gestellt. Sie versorgen einmal pro Woche jene Menschen ohne ein festes Dach über dem Kopf mit dem Nötigsten. „Doch jetzt stoßen wir an Grenzen“, schlägt Streetworker David Heinecke Alarm.

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Eine kleine Mahlzeit gehört zur Hilfe dazu, im Winter auch eine warme Decke oder ein wärmender Schlafsack. Um auch im Sommer helfen zu können, sind die Streetworker auf Unterstützung durch Spenden aus der Bevölkerung angewiesen.
Immer montags auf dem Bahnhofsvorplatz
Das Angebot für Menschen ohne Obdach oder in prekären Lebenssituationen gibt es seit dem Winter 2022/23. Über das Projekt „Bertha“ erhalten die Menschen ein warmes Essen, warme Getränke, Hygieneartikel und Kleidung, aber auch Isomatten und Schlafsäcke. Und zwar immer montags zwischen 14 und 16 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Seit 2024 gehört dank einer Kooperation der Stadtverwaltung mit der Suppenküche der Caritas eine frisch gekochte Mahlzeit dazu.

„Alles, was wir an die Menschen ausgeben, generieren wir zum größten Teil über Spenden“, heißt es in einem jetzt gestarteten Aufruf der Streetworker. Schließlich müssten die eigentlichen Budgets der Streetwork-Arbeit für andere zielgruppenspezifische Projekte genutzt werden, wie David Heinecke sagt.
Hilfe wird auf das ganze Jahr erweitert
Seid diesem Jahr wird das Projekt nicht nur im Winter umgesetzt: „Der Bedarf besteht über das gesamte Jahr“, so lautet die Feststellung des Streetwork-Teams. Das hat Folgen: Das Lager für Hygieneartikel und Essen ist leer – „Bertha“ braucht Hilfe, um weiter helfen zu können.
Aktuell werden folgende Dinge dringend benötigt: Hygieneartikel wie Zahnpasta, Binden, Tampons, Duschgel; haltbare Snacks wie Kekse oder Riegel, Fünf-Minuten-Terrinen und kleine Fertiggerichte. Von Kleidungsspenden bitten die Streetworker abzusehen: Benötigt werden nur die aufgelisteten Dinge, Kleidung ist im Lager ausreichend vorhanden und wird verstärkt erst wieder im Winter benötigt. Spenden können immer montags von 14 bis 16 Uhr direkt am Streetworkbus auf dem Bahnhofsvorplatz abgeben werden. Alternativ geht dies auch montags von 14 bis 18 Uhr im Freizeittreff Lindenweg im Lindenweg 7.
Darum geht es in dem Projekt Bertha
Mit „Bertha“ sollen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre angesprochen werden. „Bertha“ steht dabei für: Beratung durch die Fachkräfte zu allen Themen und gegebenenfalls Vermittlung zu anderen Institutionen. Essen und Getränke werden den Menschen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ruhe und eine Auszeit soll den Menschen die Möglichkeit geben, neue Kraft zu sammeln. Teilhabe durch die Sicherstellung der Grundversorgung am gesellschaftlichen Leben. Hygiene; die Möglichkeit zu duschen, Wäsche zu waschen, neue Kleidung sowie Hygieneartikel stehen zur Verfügung. Austausch mit den Fachkräften, vor allem untereinander soll die Gemeinschaft stärken, Solidarität üben und Wissen zugänglich machen.





