Nach dem Großbrand in der Silvesternacht am Erfurter Domplatz hat die Polizei ihren Einsatz vor Ort beendet. Noch bis Mittwoch sicherten Einsatzkräfte Brandort. Zudem nahmen Ermittler der Kriminalpolizei die betroffenen Gebäude ein letztes Mal in Augenschein. Da das Eckhaus am Domplatz 35 einsturzgefährdet ist, nutzten die Kriminalisten das inzwischen errichtete Baugerüst und eine Hebebühne. Auch mit Drohnen wurden die beschädigten Gebäude abgeflogen.
Zahlreiche Spuren und Hinweise werden ausgewertet
Zu den Ergebnissen der Untersuchung hält sich die Polizei bedeckt. Die Ermittlungen seien keineswegs abgeschlossen, vielmehr müssten nun zahlreiche Spuren ausgewertet und bewertet werden, wie Polizeisprecher Denny Schlee mitteilte. Neben den Spuren vom Brandort gehören dazu auch zahlreiche Bilder und Videos, die der Polizei über ein extra dafür eingerichtetes Hinweisportal zugespielt wurden. Ermittelt wird nach wie vor wegen fahrlässiger Brandstiftung. Noch am Montag hieß es, dass Pyrotechnik ein wahrscheinlicher Auslöser des Feuers war.
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Großbrand führt zu Streit über Silvester-Kontrollen
Die Frage nach der Brandursache hat auch eine große politische Brisanz. Mit dem Großbrand nahm auch die Diskussion über ein Böllerverbot wieder Fahrt auf. Stadtverwaltung und Polizei mussten sich den Vorwurf anhören, das durch eine Bundesverordnung geregelte Pyrotechnikverbot in der Nähe von Kirchen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden nicht durchzusetzen.
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Die Polizei sieht sich laut Aussagen des Thüringer Innenministeriums ohne eine entsprechende Beauftragung durch die Kommunen nicht zuständig. Die Haltung der Erfurter Stadtverwaltung dazu war bisher, dass derlei Kontrollen dem städtischen Ordnungsdienst nicht zuzumuten sind. Nach dem Großbrand vor gut einer Woche soll nun geprüft werden, inwiefern es nächstes Jahr gemeinsame Kontrollen von Polizei und Ordnungsdienst geben kann. Die Stadt Weimar hatte dies zuletzt vorgemacht.
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Zukunft des Eckhauses weiter ungewiss
Insbesondere das Eckhaus, in dem sich das indische Restaurant Bombay befindet, ist durch den Brand schwer geschädigt, sodass es derzeit nicht betreten werden kann. Stadt und Denkmalschutz beraten mit Eigentümern und Bauspezialisten, inwiefern das historische Gebäude erhalten werden kann. Bei den beiden anliegenden Gebäuden am Domplatz und An den Graden muss nach jetzigem Stand vor allem der Dachstuhl erneuert werden.




