Zum Brand auf dem Domplatz meldet sich Leserin Christiane Jedamzik aus Erfurt zu Wort: Der Gebäudebrand am Domplatz beschäftigt uns Erfurter in all seinen Dimensionen, sehr. Von allen Seiten gibt es Vorschläge und Wünsche, die Gefahren zu Silvester in der Innenstadt zu minimieren. Kontrollierte Feuerwerksverbotszonen sind die eine Seite. Sie kosten viel Personal, welches auch lieber mit der Familie feiern möchte, und Geld. Und das für die gesamte Innenstadt. Das wird schwierig.

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Dabei hat die Stadt es selbst in der Hand, wirkungsvoll einen Schutz der Silvesterraketenverbotszonen vorzunehmen. Dazu sollte die Stadtordnung mit dem dazugehörigen Bußgeldkatalog so angepasst werden, dass bei Verstößen hohe Bußgelder erhoben und auch wirklich kassiert werden. Die Nennung solcher Fälle in den Medien, wenn Verstöße gegen die Stadtordnung mit 1000 oder 5000 Euro geahndet wurden, hat garantiert die heilsame Wirkung, die sich alle Bürger wünschen.

Es muss vom Stadtrat nur wirklich gewollt sein. Für den Schutz unserer Stadt und unserer Bürger. Gegen die Angst vor Silvesterraketen. Die Stadt hat es selbst in der Hand.

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Leserbriefe sind in keinem Fall Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, Texte zu kürzen. Leserbriefe oder Fotos per E-Mail senden Sie bitte mit ihrem vollen Namen und Ortsangabe an erfurt@funkemedien.de

Verantwortung ist klar geregelt

Zum Beitrag „Bangen um historische Häuser“ schreibt Hans-Joachim Schau: Als in der Silvesternacht 2025/26 in einer Bar im Schweizer Kurort eine Brandkatastrophe das Leben von 40 jungen Menschen auslöschte, ermittelten die Behörden schwerste Versäumnisse zu unterlassenen Kontrollen und Brandschutz.

Bei der Brandkatastrophe zu Silvester 2025 auf dem Domplatz in Erfurt war die Böllerei nach Auswertung der Brandursache verantwortlich, obwohl für den gesamten Domplatz ein Böllerverbot bestand. Wer war in Erfurt für die Einhaltung des Böllerverbots verantwortlich? Im Gegensatz zu den Schweizer Behörden wiesen unsere Vertreter der zuständigen Dezernate alle Verantwortung von sich, obwohl die Aufgaben klar geregelt sind.

Zuständig war das Dezernat 03 mit der Leiterin Frau Heike Langguth, deren Aufgabe die Durchsetzung von Maßnahmen zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit, insbesondere zur Durchsetzung von Maßnahmen zu Brand-/ Gefahrenabwehr und Bevölkerungsschutz gewesen wäre. Zur Durchsetzung des Böllerverbots standen Polizei/ Bereitschaftspolizei in Bereitschaft, wurden aber nicht eingesetzt, und die Unterstützung durch das Innenministerium wurde nicht erbeten.

Dass hier keine Menschen zu Tode kamen, wohl aber ihr Hab, Gut und Wohnung verloren, bedarf einer rücksichtslosen Aufklärung und nach meiner Ansicht personeller Konsequenzen. Da dieses Vorkommnis nicht das erste seiner Art in Erfurt war, zeigt, wie dringend Brand-und Katastrophenschutz auch mit qualifizierten Fachkräften besetzt werden müssen.

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Leistungen der Stadtverwaltung anerkennen

Zum Beitrag „Neuer Bürgermeister: Erfurter Ortsteil setzt auf mehr Gemeinschaft“ schreibt Ralf Diemann: Es läuft bestimmt in der Erfurter Stadtverwaltung nicht alles optimal. Wenn aber ein neugewählter Ortsteilbürgermeister einige reparierte Straßenlaternen als riesigen Erfolg für sich reklamiert, tut er den Mitarbeitern der städtischen Betriebe Unrecht und nimmt sich selbst wohl etwas zu wichtig. Meldet man defekte Straßenlaternen o.ä. z.B. über den Mängelmelder oder direkt an das zuständige Amt, werden diese in der Regel kurzfristig repariert. Einen Ortsteilbürgermeister brauchen die Mitarbeiter der städtischen Betriebe dazu nach meinen Erfahrungen nicht.