Der Großbrand in der Silvesternacht verursachte einen Millionenschaden, drei Häuser wurden schwer beschädigt, 24 Menschen verloren ihr Zuhause. Wie es mit den Gebäuden weitergeht, ist eine Frage, die viele Erfurter umtreibt. Die andere: Was genau löste den Brand aus? Die Frage ist politisch brisant. Der Vorwurf, ein Feuerwerksverbot in der Nähe der Fachwerkbebauung in der Erfurter Altstadt nicht durchgesetzt zu haben, lastet auf der Stadtverwaltung.
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Weitere Zeugen werden vernommen
Doch die Erfurter müssen sich in Geduld üben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind noch immer nicht abgeschlossen. Auch mit vorläufigen Einschätzungen oder Ergebnissen halten sich die Ermittler bedeckt. Weitere Zeugenbefragungen stehen aus, weitere Unterlagen und Aufzeichnungen wurden angefordert. „Wir wissen, dass die Ungewissheit für viele schwer zu ertragen ist. Aber generell und besonders in diesem Fall gilt: Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“, wirbt Polizeisprecher Denny Schlee für Verständnis.
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Und er erläutert, vor welchem Puzzle mit einem Berg an Spuren und Hinweisen die Ermittler des Kriminalkommissariats 1 stehen, die von der Kriminalpolizei Suhl und einem Sachverständigen des Landeskriminalamts unterstützt werden. Zahlreiche Zeugen wurden bereits vernommen, der Brandort mehrfach zwischen dem 2. und dem 7. Januar untersucht. Die Untersuchungen vor Ort begannen bereits vor dem Ende der Löscharbeiten, aus Sorge, die Gebäude könnten einstürzen, Spuren unter den Trümmern verloren gehen.
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Zahlreiche Dokumente, Videoaufzeichnungen, Bilder
Über das am Neujahrstag geschaltete Hinweisportal seien rund 60 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, darunter viele Videoschnipsel, Fotos. Die Polizei wertet Bildmaterial der Feuerwehr, der Polizeihubschrauberstaffel aus, sogar Videoaufzeichnungen aus Straßenbahnen der Erfurter Verkehrsbetriebe. Über die Stadtverwaltung wurden Bauunterlagen der betroffenen Gebäude abgefragt. Einsatzberichte beteiligter Rettungskräfte würden ausgewertet, um das Geschehen in der Silvesternacht genau rekonstruieren zu können.
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Auch auf eine Aussage, wann mit konkreten Ergebnissen zu rechnen ist, will sich die Polizei derzeit nicht einlassen. Die Ermittlungen würden „weiterhin Zeit in Anspruch nehmen“.
red/mst








