Am Sonntag findet in Thüringens Landeshauptstadt der große Karnevalsumzug statt. Viele Absprachen über die Sicherheit hat es gegeben, die Stadt, die Gemeinschaft Erfurter Carneval und die Polizei arbeiten eng zusammen. Wir sprachen vor diesem Ereignis mit Denny Schlee, dem Sprecher der Erfurter Polizei.
Inwiefern bedeutet der Sonntag „Großkampftag“ für die Erfurter Polizei?
Für die Landespolizeiinspektion Erfurt wird der Sonntag ein einsatzintensiver Tag. Wir werden einen geschlossenen Einsatz durchführen, um den Straßenkarneval polizeilich zu begleiten und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
Das bedeutet?
Wir werden mit verstärkter Präsenz im Veranstaltungsbereich sowie im Umfeld unterwegs sein. Ziel ist es, frühzeitig auf mögliche Störungen zu reagieren, Straftaten zu verhindern und einen störungsfreien Ablauf der Feierlichkeiten zu gewährleisten.

Stichwort Terrorabwehr, welchen Part übernimmt die Polizei?
Aufgrund des erfahrungsgemäß hohen Besucheraufkommens und der offenen Veranstaltungsstruktur liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Wir werden hierzu lageangepasst mit sichtbarer Präsenz im Veranstaltungsbereich sowie an relevanten Zu- und Abgangswegen im Einsatz sein und bei Bedarf konsequent einschreiten.
Womit rechnen Sie?
Neben möglichen Gefährdungen im Zusammenhang mit Großveranstaltungen stehen erfahrungsgemäß auch Delikte der Allgemeinkriminalität im Fokus, insbesondere Taschendiebstähle. Zudem ist mit einem erhöhten Alkohol- und Rauschmittelkonsum zu rechnen, der sich sowohl in Körperverletzungsdelikten als auch in Verkehrsverstößen niederschlagen kann. Entsprechend werden Verkehrskontrollen im Umfeld der Veranstaltung durchgeführt.
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Wie erfolgt die Kooperation mit der Stadt?
Die Polizei steht in engem Austausch mit dem Veranstalter und den zuständigen Behörden und bewertet die Lage fortlaufend, um erforderliche Maßnahmen situationsgerecht anzupassen.
Gibt es eine polizeiliche Anlaufstelle, so wie beim Weihnachtsmarkt?
Eine gesonderte polizeiliche Anlaufstelle, wie sie beispielsweise im Rahmen des Weihnachtsmarktes eingerichtet wird, ist für den Straßenkarneval nicht vorgesehen. Die eingesetzten Polizeibeamten sind im Veranstaltungsbereich präsent und jederzeit ansprechbar. In dringenden Fällen ist zudem der Notruf 110 erreichbar.




