Wer als Familie auf der Suche nach dem nächsten attraktiven Städtereise-Ziel für sich und die Kinder ist, dem wird das neue Paket gefallen. Bonbonfarben bunt geschnürt hat es die Erfurter Tourismus- und Marketing-Gesellschaft: Ab 27. März gibt es bei ihr online und vor Ort die „Familycard“, die wahlweise Bernd das Brot, Fledermaus Fidi, Kikaninchen oder Sandmännchen ziert. Stolz stellten die Beteiligten die Inhalte dieses allerersten gemeinsamen Produktes jetzt der Öffentlichkeit vor, ohne aber auf Nachfrage zu verhehlen, dass es im Detail noch nachzubessern gilt.

Drei Tage freier Eintritt und freie Fahrt

Die Familycard soll den Aufenthalt von Familien in der Stadt noch reizvoller machen, lautet das Ziel. Sie ist drei Tage gültig und beinhaltet freien Eintritt in den egapark, den Zoo, die städtischen Museen inklusive Naturkundemuseum, Welterbestätten und Kunstmuseen sowie für die Zeitreise, zu der die interaktive Ausstellung auf dem Petersberg einlädt. Außerdem enthalten ist die komplett kostenfreie Nutzung des städtischen Nahverkehrs an diesen drei Tagen.

Die Preise für die Karte sind gestaffelt: Ein Erwachsener mit Kind zahlt 69 Euro, Eltern (oder Großeltern) mit zwei bis vier Kindern oder Enkeln zahlen 119 Euro. Zum Vergleich: Allein der Eintritt in Zoo plus Ega kostet für vierköpfige Familien etwa 80 Euro. In erster Linie, so sagt Erfurts Tourismus-Chef Christian Fothe, gehe es dabei nicht um mögliche Eintritts-Ersparnisse: Der Stadtbesuch soll vereinfacht werden und als Paket generell Familien zu einem Erfurt-Besuch inspirieren.

Werbekampagne trifft besonders Leipzig

Dafür steht die Imagekampagne „Familienzeit in Erfurt“ als Ganzes, die ab März als Jahresthema startet, zum Familienkurzurlaub in die Kindermedienstadt Erfurt einlädt und deren Teil die Familycard ist. In drei Wellen soll mit den Attraktionen der Stadt crossmedial geworben werden, auf Großflächenplakaten ebenso wie in Social-Media-Kanälen. Teil der 75.000 Euro schweren Kampagne ist auch die Eisenacher Freizeit-Plattform für Familien namens „Rosa Krokodil“.

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Insbesondere in Leipzig werden offenbar kurzurlaubende Familien vermutet: Im Leipziger Stadtmagazin und im Fahrgastfernsehen der Leipziger Verkehrsbetriebe läuft die Familienzeit-Werbung, ebenso zur dortigen Buchmesse. Aber auch auf der ITB und der Thüringenausstellung werde das Thema präsent sein, kündigt Fothe an.

Vergünstigungen mittels Karte aus recyceltem Plastik

Ganz nach dem Motto „Happy kids, happy parents“ sollen im Umkreis von 250 Kilometern und drei Fahrstunden Familien mit Kindern im Kita- oder Grundschulalter nach Erfurt gelockt werden. Ausgegeben wird die Familycard aber auch noch für 14-Jährige. Die Familycard sieht Fothe „als ersten Aufschlag“ und willkommene Ergänzung zur Erfurtcard und Erfurt-Travelcard, deren englische Titelwahl sich in der Benennung der neuen Familienkarte fortsetzt.

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Dass es die Familycard nicht in digitaler Form gibt, sondern nur in Form einer Karte aus recyceltem Plastik, sei in der Kürze der Zeit technisch nicht anders machbar gewesen. Auch dass die Card nur per Post oder persönlich in der Tourismus-Info am Benediktsplatz, auf dem Petersberg und im Wohnmobilpark an der Ega erhältlich ist, soll sich ändern. Sie ist nämlich nicht an den Kassen der Beteiligten von Zoo über städtische Museen bis Ega zu haben. Hat sie sich erst etabliert, soll auch die Liste derer, die mit der Familycard Vergünstigungen bieten, noch länger werden.