Erfurts älteste Einwohnerin ist tot. Am 1. März, so teilt das Augusta-Viktoria-Stift mit, verstarb die Architektin Käthe Menzel-Jordan im gesegneten Alter von 109 Jahren und 5 Monaten. Sie war Ehrenbürgerin der Landeshauptstadt Erfurt und hinterließ als Bauexpertin zahlreiche Spuren in der Altstadt.
Als Tochter eines Bauunternehmers in Erfurt geboren
Am 7. September 1916 wurde sie in Erfurt geboren, in der Familie eines wichtigen Erfurter Bauunternehmers. Sie studierte in Dresden Architektur und überlebte während des 2. Weltkrieges den Angriff auf die Stadt, da sie sich zufällig außerhalb aufhielt. Ihre Dissertation wurde bei dem Angriff vernichtet. Danach widmete sie sich Notsicherungsarbeiten in Weimar, sicherte dort unter anderem auf Befehl das Goethehaus. Ihre Kenntnisse erweitere sie durch weiteres Studium in Dresden.
Das Augustinerkloster mit neu gestaltet
Als freie Architektin und mit einer stets ausgezeichneten Verbindung zu den Bauleuten gestaltete sie unter anderem das Augustinerkloster in Erfurt, zahlreiche Häuser auf der Krämerbrücke, die Hohe Lilie am Domplatz, Schloss Molsdorf, Prediger- und Michaeliskirche neu.
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Dem Augusta-Viktoria-Stift war Käthe Menzel-Jordan bereits seit Kindertagen verbunden. Zusammen mit ihrem Vater überbrachte sie Geschenke für die Kinder der Stiftung und sammelte in der Schule Kohlen für das Augusta-Viktoria-Stift. Insgesamt 37 Jahre, vom 18. Februar 1957 bis zum 07. April 1994, war sie im Kuratorium des Augusta-Viktoria-Stifts ehrenamtlich tätig. Als Architektin hat sie sich auch hier insbesondere für die Baumaßnahmen und Instandhaltungsmaßnahmen der Stiftung engagiert. Seit 2021 lebte sie im Augusta-Viktoria-Stift.
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Im Jahr 2024 trug sie sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Und ein Jahr zuvor meldete sie sich noch als Expertin zu Wort, als es um die Pläne zur Umgestaltung der Augustinerkirche ging.






