Vapes – und diese oft illegal beschafft – sind ein Massenphänomen an Schulen, auch an den hiesigen. Inzwischen richtet das Jugendamt verstärkt sein Augenmerk auf den Missbrauch der elektronischen Dampf-Zigaretten durch Kinder und Jugendliche. Es mehren sich, so berichtet die Stadtverwaltung, die Meldungen des Stadtordnungsdienstes an den Jugendschutz des Jugendamtes Erfurt, weil immer mehr E-Zigaretten (Vapes) im Besitz von Minderjährigen im öffentlichen Raum sichergestellt werden.
Persönliche Gespräche sollen Wirkung zeigen
Das Jugendamt sei jetzt eingestiegen, konkret und unter Einbeziehung der Eltern die Kinder auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Von dem Amt folge eine Einladung an die Sorgeberechtigten, „in der die betroffenen Minderjährigen zu einem Präventionsgespräch gebeten werden“, erklärt Heiko Höttermann vom Jugendamt das Prozedere. Der Konsum von Tabakwaren sei laut Jugendschutzgesetz erst ab 18 Jahren erlaubt, dazu gehören ebenso E-Zigaretten.
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Diese Zeitung hatte bereits im November vorigen Jahres das Thema aufgegriffen. Denn auch in Erfurt gibt es längst illegalen Straßenhandel mit Vapes. Wobei die verkauften Geräte zum Teil Flüssigkeiten in solchen Mengen enthalten, die in Deutschland gar nicht zugelassen sind. Durch solche Vapes würde schnell eine gefährliche Dosis an Zügen möglich und auch durch die Nutzer aufgenommen.
Erhebliche Gefahr chronischer Krankheiten
Auf die Gesundheitsgefahren verweist auch die Stadt in ihrer Mitteilung von Mitte März. E-Zigaretten erhöhten das Risiko für Atemwegserkrankungen und seien keineswegs so harmlos, wie sie wirken – auch wenn sie nach Aromastoffen wie zum Beispiel Vanille oder Gummibärchen riechen. „E-Zigaretten enthalten Aromen, Schwermetalle und andere schädliche Substanzen mit und ohne Nikotin. Durch das Erhitzen des Liquids wird Dampf tief in die Lunge eingeatmet. Diese Dämpfe enthalten auch giftige Stoffe, die langfristig chronische Krankheiten hervorrufen können“, heißt es seitens der Stadt.
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Man habe nun erkannt, dass es wichtig ist, die Gefahren von E-Zigaretten frühzeitig zu thematisieren. Der Jugendschutz des Jugendamtes Erfurt bekomme oft Anfragen von Schulsozialarbeitern. „Es ist sehr wichtig, bereits in der 5. und 6. Klasse über die Risiken und Gefahren von E-Zigaretten aufzuklären“, erklärt Heiko Höttermann.
Verharmlosende Designs der E-Zigaretten
„Diese sehen oft aus wie Kinderspielzeug, sind auffällig bunt gestaltet und riechen nach Süßigkeiten. Es scheint, der Markt zielt mit diesem harmlos wirkenden Erscheinungsbild von E-Zigaretten direkt auf die Zielgruppe der Jüngeren.“ Außerdem erhöhe der Konsum das Risiko, später auf fertige oder gedrehte Zigaretten umzusteigen.
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Das Jugendamt ist daher nach eigenen Angaben präventiv an Schulen unterwegs, zum Teil in Kooperation mit der Suchtprävention und der Drogenhilfe Knackpunkt. Während der Schulbesuche werden die Kinder über die gesundheitlichen Auswirkungen aufgeklärt und dafür sensibilisiert, warum Werbung und Konsum dieser Produkte so verführerisch wirken. Gleichzeitig wird das Entstehen eines Suchtverlaufs aufgezeigt. Ein Quiz vermittelt spielerisch Wissen über den Konsum von Vapes.






