Restaurant, Gartenlokal, Treffpunkt – das Vereinsheim der Gartenanlage „Pfortenweg 1“ ist vieles in einem. Und vor allem ist es den Gärtnern und längst auch Menschen außerhalb der Anlage wichtig.

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„Es ist der Treffpunkt unseres Vereins und dient nicht nur für Kinder-, Senioren- und Sommerfeste, sondern ist auch Anlaufpunkt“, sagt Vereinsvorsitzender Steffen Oppermann. Er konnte einen Bewilligungsbescheid über 3000 Euro aus Lottomitteln von dem Staatsminister für Kommunales und Landesentwicklung, Andreas Bausewein (SPD), entgegennehmen. Die Freude im Verein ist riesig.

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„Unser Vereinsheim ist fast so alt wie der Verein selbst – über 90 Jahre – und wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach umgebaut und erweitert“, erklärt er. Gleichzeitig müsste der Verein stets den Anforderungen für den Betrieb einer Vereinsgaststätte gerecht werden. „Aktuell steht die komplette Erneuerung der Abluftanlage in der Küche an, was Kosten in Höhe von rund 11.000 Euro verursacht.“

Vor allem Stammgäste schätzen das Lokal

Das Geld aus den Lottomitteln soll den Verein dabei unterstützen. Vor zehn Jahren übernahm Christian Knauf (43) das Gartenlokal am Pfortenweg. Das Aushängeschild: seine berühmten Schnitzel. Das Kochen erlernte er einst bei seiner Ausbildung im Schwarzwald. Er kehrte nach Erfurt zurück, arbeitete unter anderem im Dompalais. Dann ergriff er die Chance, sich selbstständig zu machen.

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Es sind vor allem Stammgäste, die im Pfortenweg einkehren, die Knaufs Handwerk zu schätzen wissen. Es gibt 80 Plätze im Gastraum und 40 draußen. Bei Partys finden bis zu 200 Personen im Biergarten Platz.

Nur neun Gaststätten werden ganzjährig betrieben

Ergänzend dazu erläutert Frank Möller, Vorsitzender des Stadtverbandes Erfurt der Kleingärtner, dass es in Erfurt insgesamt 116 Kleingartenvereine gibt. „In 45 davon existiert ein Vereinsheim, jedoch werden nur neun Gaststätten ganzjährig betrieben. Diesen Trend gilt es zu stoppen“, so Möller, der selbst Mitglied im Kleingartenverein „Pfortenweg 1“ ist. Daher sei der Verein für jede Unterstützung dankbar.

Mit dem Vereinsheim sei es außerdem möglich, Aktivitäten für neu zugezogene Bürger zu organisieren und den sozialen Austausch – etwa bei Gesprächen über den Gartenzaun – aktiv zu fördern.

Er erinnert daran, dass neben den blühenden Flächen auf insgesamt 362 Hektar die Kleingärtner einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Lebensraum für Insekten und Kleintiere leisten. „Die ganzjährig gepflegten Flächen haben zudem einen nachweisbaren positiven Einfluss auf das Stadtklima.“