Der Erfurter Kindergarten „Riethspatzen“ hat die Aussicht auf den Preis der „Kita des Jahres“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Berliner Kita-Instituts für Qualitätsentwicklung. Die Jury der Veranstalter wählte die Einrichtung aus dem Erfurter Norden aus rund 620 Bewerbungen aus, womit sie nun zu den 15 Nominierten gehört.

Sprung in die Finalrunde des Bundeswettbewerbs

„Wir haben nicht damit gerechnet, aber uns sehr gefreut, als der Anruf kam“, sagt Leiterin Theresa Köhler. Sie sieht zudem selbstbewusst Gründe, warum der Sprung in die Finalrunde gerechtfertigt sei. „Die Erzieherinnen und Erzieher geben alles, damit unsere Kinder und deren Eltern eine Chance erhalten, in die Gesellschaft zu finden.“ Damit verweist sie auf die besondere Situation im Kindergarten. So betrage der Anteil von Kindern mit Migrationsgeschichte rund 80 Prozent. Etwa 20 Nationen und deren Kulturen seien vertreten. Da die Einrichtung der Johanniter eine sogenannte Regeleinrichtung sei, also ohne zusätzliches Personal oder andere Ressourcen für Integrationsarbeit auskommen müsse, könne man sich leicht vorstellen, wie anspruchsvoll die Arbeit ist.

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Jury nimmt pädagogisches Konzept unter die Lupe

In den kommenden Wochen nehmen laut der Veranstalter Fachleute die Arbeit der Nominierten genauer unter die Lupe. Bis Ende Juni bestimmen sie acht Finalisten in der Kategorie „Kita des Jahres“.

Sonderpreis der Zeitschrift „Eltern“ für herausragende Ideen

Theresa Köhler meint, dass ihre Kita dem gelassen entgegenschauen kann. „Sie können gern vor Ort kommen und sehen, was die Erzieherinnen leisten, wie wir Familienarbeit betreiben.“ Besondere Vorbereitungen seien da nicht nötig.

Die Zeitschrift „Eltern“, die wie diese Zeitung zur Funke Mediengruppe gehört, bringt sich auch dieses Jahr mit einem Sonderpreis in den Wettbewerb ein. Mit diesem sollen besondere Ideen honoriert werden.