Am Helios-Klinikum Erfurt wird ein neues roboterassistiertes System für die Diagnose von Lungenkrebs eingesetzt. Die Technik mit dem Namen „Ion“ ermöglicht es, mit einem flexiblen Katheter tief in die Lunge vorzudringen und Gewebeproben auch aus schwer zugänglichen Bereichen zu entnehmen. Die ersten Betroffenen wurden der Mitteilung zufolge in dieser Woche untersucht.
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Robotersystem bisher kaum verbreitet
Das Erfurter Lungenkrebszentrum gehört zu den ersten Einrichtungen in Deutschland, die das System regulär nutzen. Die Mediziner versprechen sich davon Vorteile bei der frühzeitigen Abklärung unklarer Lungenveränderungen. Je früher ein Tumor entdeckt werde, desto besser seien die Behandlungschancen.

Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebsfrüherkennungsprogramm, wie es beispielsweise in der Brust- oder Darmkrebsvorsorge existiert. Mit Einführung des bundesweiten Lungenkrebsscreenings können starke Raucherinnen und Raucher ab 50 Jahren ein jährliches Niedrigdosis-CT in Anspruch nehmen.
Je früher Krebs erkannt wird, desto besser die Heilungschance
„Früherkennung verfolgt ein klares Ziel: Lungenkrebs soll in einem möglichst frühen Stadium erkannt werden, in dem eine heilende oder langfristig kontrollierende Behandlung noch möglich ist. Mit dem neuen Robotik-System ergeben sich dafür ganz neue Möglichkeiten“, sagt Jens-Uwe Bauer, Chefarzt der Pneumologie in Erfurt.
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Bestätigt sich der Verdacht auf ein Lungenkarzinom, kann die weitere Behandlung im Robotikzentrum Mitteldeutschland erfolgen. Dort besteht nach Angaben des Erfurter Thoraxchirurgen Jörg Kluge die Möglichkeit minimalinvasiver Operationen mit dem ebenfalls roboterassistierten System „DaVinci“, um Eingriffe möglichst schonend durchzuführen und die Erholungszeit zu verkürzen.
red






