Einen Linientausch der Evag haben viele Erfurter auch nach fünf Jahren nicht überwunden. In fast jeder Diskussion über den öffentlichen Nahverkehr kommt die Frage auf, ob und wann wieder eine Straßenbahn vom Flughafen direkt zum Hauptbahnhof fährt. Daran erinnerte im jüngsten Verkehrsausschuss die CDU-Stadträtin Lilli von Wrede.

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„Wird die Direktverbindung wiederbelebt?“, fragte sie. Eine Chance für das „Revival“ sah sie im neuen Nahverkehrsplan, der die Karten der Evag für die nächsten Jahre neu mischt. Der Evag-Chef Mario Laube macht ihr aber wenig Hoffnung.
Die Buga führt zum Linientausch
Über viele Jahre war die Direktverbindung vom Flughafen zum Bahnhof Standard in Erfurt. Doch pünktlich zur Eröffnung der Bundesgartenschau (Buga) im April 2021 nahmen die Linien 2 und 4 der Evag andere Routen.
Die „2“ fuhr vom Wiesenhügel zur Messe und schuf damit eine Direktverbindung vom Bahnhof zum Buga-Standort Egapark und zum Messegelände. Die „4“ verkehrt seitdem zwischen Ringelberg und dem Flughafen in Bindersleben – ohne Stopp am Hauptbahnhof. Allerdings bestehen halbwegs unkomplizierte Umsteigemöglichkeiten am Anger oder am Gothaer Platz.
Die Fahrgastzahlen blieben stabil
Ursprünglich hatte die Evag an ein Experiment für die Zeit der Buga gedacht. Der Linientausch habe sich aber bewährt, hieß es ein Jahr nach der Umstellung. Die Fahrgastzahlen seien stabil geblieben, während der Schülerverkehr keine Nachteile erlitten habe. Zugleich betonte die Stadtverwaltung den Standortvorteil, der sich aus der Direktverbindung für die Messe ergebe.
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Die Forderung nach dem „Revival“ reißt derweil nicht ab. Geht es nach der Evag, sind das aber Einzelmeinungen. „Die Linien wurden aus guten Gründen getauscht“, meint der Evag-Chef Laube und verweist auf das Fahrgastaufkommen. „So lange die Verhältnisse so bleiben, wird sich nichts ändern.“







