Das Puppentheater im Erfurter Waidspeicher gehört ohne Übertreibung zu den renommiertesten Einrichtungen seiner Art deutschland-, wenn nicht europaweit. Höchste Ansprüche liegen an seinen Inszenierungen, sei es für Kinder oder für Erwachsene. Gleichwohl gilt wie für die meisten Bühnen im Land: Das Haus ist finanziell nicht auf Rosen gebettet, kann aber auch nicht vom Licht seiner künstlerischen Erfolge allein leben.

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Unterstützung findet das Theater Waidspeicher bei einem emsigen Förderverein. Gut 70 Mitglieder ist er stark, gegründet 1995. „Da ging es uns gar nicht so sehr um den finanziellen Beistand. Wir waren einfach begeistert von diesem Ort, von der hohen Qualität, die hier geboten wird, das wollten wir einfach fördern“, erinnert sich Hartmut Wagner, der damals zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins gehörte und ihm heute vorsteht.
Emsig rühren die gut 70 Mitglieder die Werbetrommel
Seither half der Verein bei der technischen Ausstattung, bei der Bestuhlung, organisiert Premierenfeiern, Familiennachmittage, kooperiert mit der städtischen Bibliothek, dem großen Theater, alles mit dem Ziel, die Werbetrommel für das Ensemble zu rühren, immer wieder neues Publikum zu begeistern. Mit einem Aufwand, den sich das kleine Theater allein so nicht leisten könnte.
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Mit diesem Engagement traf der Verein einen Nerv der Jury des Thüringer Netzwerkes der Kulturfördervereine, das dieses Jahr unter das Motto „Publikumsgewinnung“ gestellt hat. Bereits im vierten Jahr rückt das Netzwerk monatlich einen der etwa 600 Kulturfördervereine in Thüringen mit einer Preisverleihung ins Rampenlicht. Staatskanzlei, Lottogesellschaft und Sparkassen-Kulturstiftung unterstützen die Aktion. Auch die Funke-Mediengruppe, zu der diese Zeitung gehört, stiftet einen jährlichen Preis.
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Die 500 Euro, die mit dem Monatspreis verknüpft sind, sind eine Wohltat für den Verein, gleichwohl ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch es geht natürlich um etwas anderes. „Wir wollen die, die sonst im Hintergrund arbeiten und Kultur in diesem Land möglich machen, damit in den Vordergrund rücken“, sagt Gregor Seiffert von Netzwerk. Übrigens: Schon der Preis des vergangenen Monats ging nach Erfurt, an den Förderkreis Stertzing-Orgel in Büßleben.






