Fahrradverbot in der Innenstadt?

Olaf Dirlam aus Erfurt äußert sich zur Behauptung der Erfurter Polizei, Radfahrer seien zunehmend zu schnell und rücksichtslos unterwegs: Das rücksichtslose Verhalten von Radfahrern und Radfahrerinnen jedweden Alters in der Erfurter Innenstadt beobachte ich schon länger. Bemerkenswert ist auch, wie häufig diese ohne Helm unterwegs sind, was die Schwere der Verletzungen zur Folge hat. Meines Erachtens sollte für den gesamten Bereich des Angers, den Fischmarkt, der Schlösser- und Marktstraße sowie am Wenigemarkt bis zum Benediktsplatz ein komplettes Fahrradfahrverbot erlassen werden. Die aktuell geltenden Regelungen zu fahrradfreien Zeiten auf dem Anger werden ohnehin nicht beachtet und durch die Polizei und das Ordnungsamt auch nicht kontrolliert, sind also mithin wirkungslos.

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Eine gänzlich andere Meinung zum selben Thema hat Hagen Mittelstädt aus Erfurt: Mit Verwunderung nehme ich die jüngsten Aussagen der Polizei zur Kenntnis, wonach Radfahrende zunehmend rücksichtslos und zu schnell unterwegs seien und die Unfallzahlen stiegen. Diese Einschätzung steht in einem bemerkenswerten Kontrast zur bisherigen Haltung der Stadt, die noch vor Kurzem im direkten Austausch argumentierte, die Unfallzahlen seien nicht hoch genug, um präventiv umfassend tätig zu werden.

Was denn nun? Sind steigende Zahlen Anlass zum Handeln – oder erst dann, wenn sie dramatisch genug sind?

Statt einzelne Gruppen pauschal zu kritisieren, sollte die aktuelle Entwicklung als Signal verstanden werden, die strukturellen Defizite im Verkehrsraum endlich anzugehen. Wo Radfahrende sich Fahrbahn, parkende Autos und enge Restflächen teilen müssen, entstehen zwangsläufig Konflikte. Wer sichere und gleichberechtigte Teilnahme am Straßenverkehr will, muss sie baulich ermöglichen.

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Konsequent getrennte, durchgängige und regelkonforme Radwege reduzieren Konflikte zwischen Auto-, Rad- und Fußverkehr erheblich. Sie schaffen Klarheit, Orientierung und Sicherheit – für alle Beteiligten. Solange Radinfrastruktur lückenhaft bleibt, werden Spannungen zunehmen.

Wenn die Unfallzahlen tatsächlich steigen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, nicht Schuldige zu suchen, sondern Lösungen umzusetzen. Verkehrssicherheit entsteht nicht durch Appelle, sondern durch Planung und Prioritätensetzung.

Bargeld als persönliche Freiheit?

Zur Bargeldinitiative für das Erfurter Krämerbrückenfest schreibt Christiane Jedamzik aus Erfurt: Im Beitrag heißt es u.a. dazu: „Scheine und Münzen dominieren auf Thüringer Volksfesten – zum Verdruss mancher Bürger.“ Die Sparkasse Mittelthüringen will das ändern und startet eine Initiative für bargeldloses Bezahlen. So weit so gut. Oder?

Die Vorteile bargeldlosen Bezahlens sind enorm und unbestritten. Über die Nachteile wird kaum gesprochen. Der Pressesprecher David Maisel verweist darauf, dass Bargeld eines der teuersten Zahlungsmittel ist. Man sollte allerdings wissen, dass das Angebot der Sparkassen auch unter dem Dach der bundesweiten Initiative „Deutschland zahlt digital“ steht.

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Und hier kommen mir große Bedenken. Denn die damit verbundene logische Abschaffung des uneffizienten Bargeldes ist auch die Abschaffung unserer persönlichen Freiheiten. Nicht nur im Geldverkehr, sondern generell.

Man ist seinem Kreditinstitut und allen, die dahinterstehen (z.B: EZB), „ausgeliefert“. Hat man eine andere Meinung als die vom Staat und vom Mainstream vorgegebenen, können die Konten gesperrt werden. Die Folgen davon kann sich jeder ausmalen. Auch wenn das Bargeld großen Aufwand in Herstellung, Sicherheit, Verbreitung und Transport verursacht, diese Kosten sind Kosten, die unsere Freiheit sichern. „Bargeldlos“ ist digital angreifbar und unsicher. Auch unter diesem Aspekt heißt es: Wir müssen alle achtsam bleiben!

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red