Wenn die „24 Heures de Saint Jo“, das 24-Stunden-Rennen an der französischen Kanalküste am Freitag startet, dann ist ein einziges ausländisches Team dabei. Schülerinnen und Schüler des Erfurter Edith-Stein-Gymnasiums begeben sich auch in diesem Jahr in dieses besondere Abenteuer. Zum dritten Mal in Folge reist das Team nach Boulogne-sur-Mer, in diesem Jahr erstmals nicht mit einem Auto aus einem vorkonstruierten Bausatz. Diesmal wurde das Rennauto in mühevoller Kleinstarbeit gemeinsam von Schülern und Lehrern von Grund auf konstruiert und gebaut.

Mit diesem Rennauto nimmt das Erfurter Team in diesem Jahr am jährlichen Miniaturautorennen in Frankreich teil.
Mit diesem Rennauto nimmt das Erfurter Team in diesem Jahr am jährlichen Miniaturautorennen in Frankreich teil.© Edith-Stein Schule | Teresa Rumph

Projekt läuft seit Schuljahresbeginn

Insgesamt 20 Schüler- und Studententeams beteiligen sich mit ihren Modell-Rennautos an dem Wettbewerb. Ziel ist es, die Autos 24 Stunden lang fahren zu lassen, unterbrochen nur von Boxenstopps für eventuelle Reparaturen sowie Batterie- und Fahrerwechsel. Das Rennen beginnt am Freitag, dem 22. Mai. Die Preisverleihung findet eine Woche später, am 29. Mai, statt.

Bauprozess erfordert Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern

Der Bau des Rennwagens fängt am Edith-Stein-Gymnasium bereits mit dem Beginn des Schuljahres an: Zunächst muss das Fahrzeug entworfen werden, dann werden erste Prototypen der Teile mit dem 3D-Drucker hergestellt. Erst wenn alle Teile einwandfrei passen, werden die endgültigen Bauteile ausgefräst und zusammengesetzt.

Die Rennfahrzeuge der letzten Jahre nach ihrer 24-Stunden-Fahrt.
Die Rennfahrzeuge der letzten Jahre nach ihrer 24-Stunden-Fahrt.© Funke Medien Thüringen | Larissa Zimmer

Zeitgleich laufen weitere Vorbereitungen: PR-Arbeit, die äußere Gestaltung des Rennwagens, die Suche nach Sponsoren, um die Kosten für die Teilnahme an dem Wettbewerb zu stemmen. Die betragen in diesem Jahr knapp 50.000 Euro, vom Bau des Autos über eine neue Fräse bis hin zu den Reisekosten. Einen Zuschuss gab es durch das „IdeenMachenSchule“-Projekt der Thüringer Energie AG, bei dem das Team einen mit 1000 Euro dotierten Preis gewann.

Aufgaben werden nach Interessen verteilt

Zwischen 30 und 50 Schüler aus dem Regelschulzweig und dem Gymnasium arbeiten auf die Teilnahme am Wettbewerb hin und werden dabei tatkräftig von ihren Lehrern unterstützt. Aufgaben gibt es für alle, die sich beteiligen möchten, und werden je nach Interesse verteilt. Das gemeinsame Arbeiten und Lernen stehen hier im Vordergrund und sollen Teamgeist und Durchhaltevermögen fördern. In diesem Jahr begleitet Schulleiter Sven Voigt die Exkursion zum ersten Mal überhaupt und repräsentiert die Erfurter Schule als einer der Schirmherren des Rennens.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Youtube, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Über einen Klickwettbewerb wird versucht, möglichst viel Aufmerksamkeit zu generieren

Während das Rennen in Frankreich sogar in den Nachrichten beworben und ausgestrahlt wird, kann es in Deutschland über einen Livestream auf der Video-Plattform YouTube sowie auf dem Instagram-Kanal des Teams (@teamess_24h) verfolgt werden. Auch eine Berichterstattung über die Schulhomepage wird es geben, damit viele Erfurter mit den Schülerinnen und Schülern mitfiebern können.

Doch auch schon vor dem eigentlichen Rennen gibt es die Möglichkeit, das Erfurter Team zu unterstützen: In einem Klickwettbewerb haben die Renn-Teams das Ziel, mit Videos ihrer Autos möglichst viele Klicks auf YouTube zu sammeln. Auch das Video der Erfurter haben Schüler und Lehrer gemeinsam produziert: Gedreht und geschnitten wurden die Aufnahmen von Schülern, die Musik steuerte die Schulband bei. Zuschauer können sehen, wie das Rennauto durch die Erfurter Innenstadt fährt und dabei Sehenswürdigkeiten wie Domplatz oder Krämerbrücke zur Schau stellt.