Wer sich angesichts der vorherrschenden Hitze an einem der 16 Erfurter Trinkbrunnen Erfrischung verspricht, der erlebt aktuell eine Enttäuschung: Die Trinkwasserbrunnen sind noch immer nicht in Betrieb. Weder für eine Handvoll Wasser noch zum Auffüllen von Trinkflaschen taugen die Anlagen derzeit.

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Dabei sollten die Brunnen seit Mitte Mai nach den Eisheiligen schon sprudeln. Als Begründung dafür werden „die langen und kalten Wintermonate mit Nachtfrösten bis Ende April“ genannt. Um Frostschäden an der Technik zu vermeiden, hätten die vorbereitenden Arbeiten erst verspätet beginnen können.
Mehr als nur ein Ventil zu öffnen
Die Inbetriebnahme ist deutlich aufwendiger, als einfach ein Ventil zu öffnen, informiert die städtische Presseabteilung. Es müssten Proben entnommen und ausgewertet werden, manche davon erst im Labor. Und erfahrungsgemäß durchlaufe mancher Brunnen den Prozess der Beprobung nach der langen Standzeit auch zweifach, wenn der erste Test eine weitere Spülung der Anlage erfordere.
Erst nach diesen Kontrollen könnten die Brunnen wieder freigegeben werden, die es an der Lorenzkirche, zweimal am Anger, am Fischmarkt, am Domplatz, am Monumentalbrunnen, am Bartholomäusturm, an der Wigbertikirche sowie weiteren Orten in Erfurt gibt. Es gibt bereits einen neuen und nahen Termin: Die Trinkbrunnensaison soll, wenn nun alles nach Plan läuft, für immerhin acht davon in der Innenstadt spätestens zum Wochenende starten.
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Die städtischen Zierbrunnen gehen dieses Jahr ebenfalls verspätet in Betrieb, teilt Stadtsprecherin Sophie Pohl mit. Die mit Trinkwasser hätten Vorrang. Hintergrund seien bei den Zierbrunnen neben den witterungsbedingten Verzögerungen neue technische und hygienische Anforderungen. Steigende Betriebs- und Unterhaltungskosten werden außerdem ins Feld geführt, die aktuelle Haushaltssituation der Stadt Erfurt sowie vor allem krankheitsbedingt personelle Engpässe in der zuständigen Abteilung.








