Der Domplatz ist gefüllt mit Schülern, Lehrern und Handwerkern aus ganz Mittelthüringen. Zum dritten Mal in Folge sind die Anmeldungen deutlich gestiegen: 29 Stände, 27 Betriebe, besucht von knapp 2000 Schülerinnen und Schülern, versammeln sich hier an diesem Donnerstag (28. Mai). Auch in diesem Jahr geht es beim Aktionstag „Handwerk zum Anfassen“ wieder darum, möglichst viele Schüler für das Handwerk zu begeistern.

Die Schüler werden ermutigt, die einzelnen Berufe aktiv auszuprobieren
Nicht nur schauen, sondern selbst ausprobieren dürfen die jungen Leute heute, das macht diese Veranstaltung aus. Die Schülerinnen und Schüler können am Stand des Friseurhandwerks Haarprodukte auftragen und Puppenköpfe frisieren, bei den Elektrotechnikern Steckdosen montieren. „Solche Stände gefallen mir am besten“, erzählt Sofia, Schülerin aus Erfurt, „weil man den Beruf direkt ausprobieren kann und das viel mehr Spaß macht, als einfach nur einem Vortrag zuzuhören.“ An jedem Stand gibt es einen Stempel für die Sammelkarte. Möglichst viele Unternehmen sollen besucht werden.
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Der Aktionstag ist mittlerweile ein fester Termin im Kalender vieler Lehrer
Für viele Lehrer steht der Termin fest im Terminkalender. „Ich denke, dass die meisten Schüler hier einen Beruf entdecken können, der ihren Interessen gerecht wird“, meint eine Lehrerin aus Mühlhausen. „Im letzten Jahr habe ich viele positive Rückmeldungen bekommen, deshalb bin ich dieses Mal mit einer neuen Klasse hier.“ Die Schüler berichten Ähnliches: Viele wüssten noch nicht, was sie nach dem Schulabschluss machen wollten. Deshalb sei diese Messe eine gute Gelegenheit, sich zu informieren, Berufe zu entdecken.
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Es gibt nach wie vor zu wenig Auszubildende
Auszubildende zu finden, sei nach wie vor ein Problem, sagt Thomas Malcherek, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt, die den Aktionstag organisiert. Zwar habe es in den letzten Jahren einen Aufwärtstrend gegeben, trotzdem seien es immer noch zu wenige. Deshalb seien Veranstaltungen wie diese so wichtig – den Schülern müsse die Vielfalt des Handwerks demonstriert werden, um dessen Zukunft zu sichern.
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Für viele Betriebe ist der Tag ein voller Erfolg
An den Ständen herrscht auch in diesem Jahr wieder Begeisterung über den Zulauf auf dem Domplatz. Viele Betriebe versuchen sich an unterschiedlichsten Online-Strategien, um Azubis zu finden, dabei „bekommt man durch den direkten Kontakt doch immer größere Erfolge“, meint ein Auszubildender. „Es ist doch immer etwas anderes, den Handwerksberuf in Aktion zu zeigen, statt das alles auf ein 20-Sekunden-Video herunterzubrechen.“ Auch, wenn man nicht immer direkt neue Bewerbungen verzeichnen könne, ginge es doch oftmals darum, überhaupt ein Bewusstsein für den Beruf zu entwickeln.







