Till Eulenspiegel war schon da: Zur Programm-Präsentation fürs diesjährige Krämerbrückenfest verirrte sich der Schelm auf der Suche nach seinem Esel in die städtische Pressekonferenz. Hier gab er sich kühn als Presse-Vertreter des (Eulen-)Spiegel aus und kommentierte frech die Informationen des städtischen Organisationsteams. Wer allerdings der „Secret Act“ sein wird, der am Fest-Samstag den Reigen der Musikstars von Joris, Mia und Catt auf der Hauptbühne auf dem Domplatz vervollständigen wird, das konnte auch er Christian Haß und Maximilian Wolf nicht entlocken.

Namhafte Musikstars dienen als Publikumsmagnet

Weil die geheimnisvolle Chartstürmer-Band noch andernorts in der Region gegen Eintritt auftritt, dürfe ihr Name aus vertraglichen Gründen noch nicht verraten werden, warb Haß bei Till um Geduld für die Lücke im Veranstaltungskalender. Er verweist auf rund 300 weitere Künstler, die das größte Altstadtfest Thüringens auch in diesem Jahr zu einem Erfolg machen sollen. 20 Musikgenres hat er im Programm-Flyer gezählt, der neben den acht Bühnen auch sechs Höfe als Veranstaltungsorte enthält. Bespielt zu einem Gutteil von Akteuren der lokalen Kulturszene, unterstützt finanziell von Sponsoren, die das bunte Treiben erst ermöglichten. Und bei genauerem Hinsehen sind neben bekannteren Namen überregionaler Künstler, die als Publikumsmagnete herhalten sollen, auch etliche lokale darunter.

Vom 19. bis 21. Juni sollen sie alle die Erfurter Altstadt in einen großen Festivalplatz verwandeln. Auftakt ist wie immer am Freitag um 18 Uhr mit Till Eulenspiegel aus dem Team des Jugendtheaters Schotte auf dem Benediktsplatz. Mit Musik, Kunst, Mittelalter, HipHop, Jazz, Gauklern, Newcomer-Bands und Yoga – vom Brühler Garten über den Domplatz, von der Barfüßerruine bis zur gefeierten Krämerbrücke gibt es drei Tage Programm. Das soll laut den Organisatoren für jede Generation und jeden Geschmack etwas bieten.

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Von Mia bis Megaloh, von Handwerkskunst bis Mittelalter

Bereits bekannt ist, dass Musikstars wie Mia, Megaloh, Yung Pepp, Kamrad, Lou Bega oder Joris die Bühnen bespielen. Neu ist indes, dass auf dem Wenigemarkt das Konzept geändert wurde: Zum historischen Krämertum aus dem Mittelalter an der Krämerbrücke – laut Wolf wurde dieser Bereich nach Kritik deutlich aufgewertet und mit mehr Händlern sowie einer Ritterarena erweitert – gesellt sich hier tagsüber ein Handwerkerdorf. Hier werde es Schmuck, Keramik, Textilkunst, Drechsel- und Holzkunst sowie Live-Vorführungen am Spinnrad geben. Wenn die Sonne versinkt, wird es auch hier wieder musikalisch: mit Latin, Salsa, Reggaeton und kubanischen Rhythmen.

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Neu ist auch eine Kooperation mit der Erfurter Messe, die am Fest-Sonntag die Domplatzbühne mit einem Vorgeschmack auf das eigene Country-Festival bespielt, einem Genre, das bislang zum Krämerbrückenfest gefehlt habe. Die Barfüßerruine bleibt dem musikalischen Nachwuchs vorbehalten: die Musikinitiative „diePop“ bringt hier unter anderem Paula Paroli, M.A.I., Alicee und andere an drei Tagen auf die Bühne.

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Kooperation mit lokalen Kulturakteuren

Soul-, Jazz- und RnB-Fans haben im Brühler Garten die richtige Adresse gefunden: Kuratiert vom Klub Franz Mehlhose als einem der lokalen Kulturakteure sind hier die Musikerinnen und Musiker Deslin Ami Kaba, Tiger Taxi sowie Clea Vincent zu erleben, um nur einige zu nennen. Auf dem Theaterplatz macht wieder die Toggo-Tour Station, während der Fischmarkt zur Bühne für Straßenmusiker wird. Engelsburg, Café Nerly und die Predigerwiese sind weitere Orte, die ein Programm beisteuern für das große Fest, das im folgenden Jahr ein Jubiläum feiert. Fest steht schon jetzt: Auch in der 50. Auflage ist Till wieder mit von der Partie, wie er Donnerstag versprach.

Alle Programmpunkte sind unter www.erfurt-kraemerbrueckenfest.de zu finden.