Die Mieten in Erfurt steigen, naturgemäß besonders drastisch bei Neuvermietungen. Steigende Baukosten, hohe Zinsen, große Nachfrage bei geringem Angebot: Regelmäßig konstatieren Untersuchungen, dass Großstädte wie Erfurt besonders deutliche Steigerungen des Mietniveaus aufzeigen.

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Der jüngste Vergleich der Internet-Plattform Immowelt zeigt das Problem von einer anderen Seite. Sie vergleicht, wie viel Wohnraum man in Erfurt für 1000 Euro Kaltmiete bekommt – und wie viel es noch vor vier Jahren war. Das Ergebnis: ernüchternd. Auf 18 Quadratmeter verzichtet, wer heute für das gleiche Geld mieten will. Mehr noch: Im Vergleich von 80 deutschen Großstädten befindet sich Erfurt im oberen Mittelfeld der drastischsten Schrumpfungen.

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Deutlicher Rückgang, aber keine Münchner Verhältnisse

Wer sich bei aktuellen Mietangeboten für größere Wohnungen in Erfurt umschaut, weiß, dass 1000 Euro Kaltmiete keine Seltenheit mehr sind. Zusammen mit den Nebenkosten dürfte das bei einem Großteil der Erfurter weit mehr als ein Drittel des monatlichen Einkommens ausmachen. Allerdings: Waren Wohnungen für den Tausender kalt im Jahr 2022 noch durchschnittlich 127 Quadratmeter groß, sind es heute noch 109 Quadratmeter.

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Das ermittelte das Portal auf Grundlage der dort eingestellten Inserate. Ausgewertet wurden die Quadratmeterpreise für in den 1990er-Jahren errichtete Bestandswohnungen mittlerer Größe – nicht einmal für teure Neubauten also. Mit dem Rückgang befindet sich Erfurt in der oberen Tabellenhälfte. Zwar sind die absoluten Rückgänge bei der leistbaren Wohnungsgröße in Städten wie Gelsenkirchen, Duisburg oder Bremerhaven noch stärker, doch gibt es dort noch immer mehr Wohnfläche zum gleichen Preis als in Erfurt. Am engsten leben erwartungsgemäß die Münchner. Für 1000 Euro gibt‘s hier gerade mal 48 Quadratmeter.

red