Lachen ist seine Passion – und zum Lachen bringen will das Erfurter Kabarett-Urgestein Andreas Pflug sein Publikum noch einmal an diesem Wochenende. Danach verabschiedet sich „Pflugi“ von dem Ort, an dem er seit 1983 Woche für Woche auf der Bühne stand, dem Thüringer Satiretheater und Kabarett „Die Arche“.

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Alles begann an jenem Ort als Praktikant mit einer ersten Rolle. 1984 wurde er festes Mitglied des Ensembles. Seitdem hat der 1958 in Berlin geborene Künstler bis heute in rund 50 Arche-Programmen mitgewirkt. Mit „Deutschland unterm Pflug“ betrat er 2002 mit seinem ersten Solo-Programm allein die Bühne. Das Stück erwies sich als ein voller Erfolg und wurde über mehrere Jahre aufgeführt.
Seine Soloprogramme finden immer wieder großen Zuspruch
Wegen des enormen Zuspruchs folgte 2008 ein zweites Solo-Programm mit dem Titel „Die große Pflugschau“. 2019 wurde „Deutschland unterm Pflug reloaded“ aufgeführt. Durch viele eigene Beobachtungen geschaffene Figuren, wie den griesgrämigen Hauswart Vollrath oder den Soldaten Werner, der sich gern mit Susi ansprechen lässt, gelang es „Pflugi“, die Themen anzusprechen, die sein Publikum täglich selbst erlebt.

Auf seine ganz eigene und unverkennbare Weise schlüpfte Andreas Pflug in die Rolle eines russischen Boxtrainers oder eines perfektionistisch veranlagten, aber leicht verrückten Theater-Generalintendanten. Während die Intendanz des Arche-Kabaretts in den vielen Jahren mehrfach wechselte, während Künstler-Kollgen kamen und gingen, blieb Pflugi dem Ensemble treu. Das Publikum liebte seine Verwandlungskünste, seinen ganz eigenen Perfektionismus.
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Eigentlich ist er seit zwei Jahren in Rente
Seine Anstellung in der Arche endete bereits im Mai 2024 mit dem offiziellen Renteneintritt. Doch da sollte noch nicht Schluss sein. „Ich wurde weiter als Gastspieler auf Honorarbasis verpflichtet“, erklärt Andreas Pflug. Er legte nach, wollte es noch einmal wissen. Bei seinem letzten Stück „Da kannste nur noch lachen“ führte der heute 67-Jährige erstmals selbst Regie.
Diese letzte Inszenierung gleicht einer Zeitreise durch die deutsche Kabarett-Kunst, bei dem der Künstler die Filetstücke vergangener Programme zusammengestellt hat. Begleitet wird er dabei von seiner langjährigen Kollegin Cornelia Kluge, von Dominique Wand und den Musikern Yulia Martynova, Tim Ahlfel, Burkhard Wieditz und Robert Kennedy.
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43 Jahre Bühnenpräsenz und Autorenschaft
„Da kannste nur noch lachen“ ist für Andreas Pflug gleichsam Zugabe und Abschied nach 43 Jahren Bühnenpräsenz. „Irgendwann einmal ist Schluss und das ist jetzt“, sagt „Pflugi“, der nicht nur in der Arche in Erfurt auf der Bühne stand. In unzähligen Gastspiel-Auftritten tourte der Wahl-Erfurter durch die gesamte Republik. An Satirebeiträgen für den MDR, das ZDF, die ARD, im Hörfunk wirkte er mit, schrieb Dutzende Texte für sich selbst, aber auch für Künstler-Kollegen.
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Für seine Arbeit gab es die ein oder andere Auszeichnung, darunter schon früh in seiner Karriere einen Darstellerpreis und einen Autorenpreis der Universität Rostock. „Den Deutschen Kleinkunstpreis habe ich allerdings bis heute nicht bekommen“, schmunzelt Pflug über diese bedeutendste Ehrung seiner Zunft. Es stört ihn nicht.
Seine professionelle, unterhaltsame und charmante Bühnenpräsenz wird vielen fehlen. Für seine letzte Vorstellung am Samstagabend um 19.30 Uhr sind noch Restkarten zu haben.









