- Die Direktkandidaten sind vom Kreiswahlausschuss bestätigt worden.
- Einige Prominente stehen auf den Listen.
- Klare Favoriten gibt es nicht.
Wenn am 1. September 2024 die Thüringer über die Zusammensetzung des neuen Landtages entscheiden, sind in den drei Gothaer Wahlkreisen – der Norden mit Teilen vom Sömmerda – spannende Entscheidungen zu erwarten. Die Direktkandidaten sind vom gemeinsamen Kreiswahlausschuss bestätigt worden. Unter ihnen finden sich einige prominente Namen.

Die spannendste Wahl ist im Wahlkreis 14 (Gotha I), der die Region südlich der Autobahn A4 umfasst, zu erwarten. Sechs Kandidaten stehen zur Wahl. Die SPD schickt wie zur letzten Landtagswahl 2019 den jetzigen Innenminister Georg Maier ins Rennen. Er wohnt inzwischen in Erfurt. Für die CDU tritt Waltershausens langjähriger Bürgermeister Michael Brychcy an. Er war im Mai nach 35 Jahren im Amt nicht wieder zur Kommunalwahl im Mai angetreten.
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Innenminister Maier tritt gegen Brychcy und Kramer an
Marcel Kramer (neues Mitglied im Gothaer Stadtrat sowie im Kreistag) will für die AfD das Mandat erringen, Landtagsabgeordneter Sascha Bilay aus Eisenach für die Linke. Die FDP schickt ihren Kreisvorsitzenden Christian Döbel ins Rennen und die Freien Wähler schicken Maik Deckert aus Meiningen. Nur zwei der sechs Kandidaten wohnen im Wahlkreis: die beiden Waltershäuser Brychcy und Döbel, alle anderen kommen von auswärts. Einen klaren Favoriten gibt es nicht.

Im Wahlkreis 15 Gotha II (Stadt Gotha und Landgemeinde Hörsel) will Matthias Hey für die SPD sein Direktmandat verteidigen, das er seit 2000 innehat. Ein Herausforderer ist Stephan Steinbrück von der AfD, der in der Stichwahl um das Amt des Landrats im Juni Onno Eckert (SPD) unterlegen war. Die CDU geht wie 2019 mit Marion Rosin ins Rennen. Für die Linke ist deren Kreisvorstandsmitglied Sebastian Vogt aus Gotha nominiert worden. Torsten Klöppel ist Kandidat der FDP.
Hey von Steinbrück, Rosin und Gröning herausgefordert
Birger Gröning will wieder in den Landtag einziehen. Er hat die erforderlichen Unterstützer-Unterschriften bekommen, um als Einzelkandidat zur Wahl antreten zu können. Der Rand-Gothaer hatte 2019 im Südkreis überraschend für die AfD das Direktmandat gewonnen, unter anderem damals gegen Georg Maier. Doch dann war er aus der AfD und deren Landtagsfraktion ausgetreten.

Im Wahlkreis 16, zu dem aus dem Kreis Gotha das Nessetal, VG Fahner Höhe und VG Nesseaue sowie die Landgemeinden Drei Gleichen und Nesse-Apfelstädt gehören, gibt es drei Direktkandidaten aus dem Kreis Gotha: Staatssekretärin Katharina Schenk (SPD) und Dominik Hunger (Linke), beide aus Gotha, sowie Olaf Ehrich (Freie Wähler) aus Großfahner. Die AfD hat Daniel Haseloff aus Heiligenstadt nominiert, die CDU Claudia Heber (Straußfurt). Als Einzelbewerber tritt der Sömmerdaer Horst Pickrodt an.

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Die Bündnisgrünen und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) treten in keinem der drei Wahlkreise mit einem Direktkandidaten an. Sie wollen über die Liste in den Landtag einziehen.
Mike Creutzburg, der für die BSW in den Kreistag eingezogen und mit Jörg Schwerin dann zur Werteunion gewechselt war, wollte sich als Einzelkandidat für die Landtagswahl aufstellen lassen. Er hat aber nicht die erforderliche Zahl von 250 Unterstützerunterschriften zusammenbekommen.
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