Eine Journalisten-Kollegin beschrieb das Naturschauspiel, das sie am Mittwoch seit einer Stunde am Nachthimmel beobachtete, ehrfürchtig so: „Das ist grad wirklich Krieg der Welten da oben.“

Außerirdische waren es zwar nicht – nach allem, was wir wissen. Doch das Wetterleuchten, die Blitze im Sekundentakt optisch in und hinter den Wolken sowie leichtes Donnergrollen sorgten für fantasiereiche Augenblicke über der Kreisstadt Gotha.

Gewitter für Gotha vorhergesagt

Das für etwa halb neun am Abend angekündigte Gewitter über Gotha blieb jedoch aus. Die Feuerwehren und Besitzer von Kellerabteilen werden es sicherlich nicht vermisst haben. Auch in anderen Teilen Thüringens war das Wetterleuchten zu sehen, etwa im nördlichen Ilm-Kreis um Arnstadt und in der Landeshauptstadt Erfurt.

  • Sehen Sie hier das Wetterleuchten über Gotha im Video:

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Als Wetterleuchten bezeichnet man den Widerschein von Blitzen, wenn man die Blitze selbst nicht sieht. In kurzen Momenten wird dabei der Nachthimmel hell erleuchtet.

Rekordverdächtige Temperaturen in Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte ab Mittwochnachmittag für Thüringer Gebiete mit Schauern und Gewittern gerechnet. Auch Starkregen und Sturmböen seien möglich, sagte ein DWD-Sprecher. Zuvor kletterten die Temperaturen am Mittwoch auf bis zu 33 Grad.

Nach rekordverdächtigen Temperaturen in Deutschland in den vergangenen Tagen gab es am Dienstag und Mittwoch in einigen Bundesländern heftige Unwetter mit Starkregen und Hagel. Einsatzkräften wurde in verschiedenen Teilen Deutschlands bereits am Dienstagabend und in der Nacht zu Mittwoch viel abverlangt.

Besonders betroffen waren unter anderem die Bundesländer Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Einsatzkräfte meldeten aus diesen regionen Unfälle, vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Von Schwerverletzten oder gar Toten war zunächst allerdings nichts bekannt. 

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