Weltladen Gotha will zu mehr Gerechtigkeit beitragen
Ehrenamtliche beteiligen sich mit fairem Frühstück an Wette und Aktionstag
„1000 Menschen frühstücken fair – Wetten, dass?!“ Mit dieser Zielvorgabe haben die Ehrenamtlichen des Gothaer Weltladens am Freitag in der Jüdenstraße eingeladen. Ob es am Ende tausend geworden sind, ist zweitrangig. Dorothea Zengerling, Vorsitzende des Vereins Gotha Weltoffen und Fair, und ihre Mitstreiter können sich aber über regen Zulauf, Gespräche bei Kaffee, Kuchen und Brotaufstrich freuen. Roland Adlich, Gothas ehemaliger Chef des Stadtplanungsamts, legt dazu Begleitmusik auf.
Mit einer zweiwöchigen Frühstücks-Wette will die Initiative Fairer Handel in Mitteldeutschland, Geschmack auf fair gehandelte Produkte aus dem globalen Süden aufmerksam machen. In Gotha steht dafür seit Jahren der Eine-Weltladen. „Wir beteiligen uns seit Jahren auch an den Aktionstagen“, sagt Evamaria Reinig, ehemalige Geschäftsbereichsleiterin des Diakoniewerks Gotha. Diese würden wie der Shop gut angenommen.

Vereinsvorsitzende Zengerling sieht den Weltladen als eine Möglichkeit an, für mehr Gerechtigkeit im internationalen Warenverkehr zu sorgen. Fairer Handel helfe, dass Menschen in der sogenannten Dritten Welt von ihrer Arbeit leben könnten, führe in Ländern des Südens zu mehr Gerechtigkeit und weniger Abwanderung. „Der Weltladen ist ein Mosaikstein, um zu mehr Stabilität in der Welt beizutragen“, sagt Dorothea Zengerling. „Das ist uns der Einsatz wert“, ergänzt Evamaria Reinig.
Acht Ehrenamtliche, vornehmlich Frauen, halten den Laden am Laufen, das in zwei Schichten, manchmal auch in Doppelschichten. Sie seien alle sehr engagiert, sagt Zengerling. Dafür gebe es mehrere gute Gründe: „Es macht uns Spaß. Wir lernen über die Produkte von den Menschen in anderen Ländern.“
Der Weltladen Gotha, Jüdenstraße 40, ist Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr sowie Samstag 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Steguweits sprechen über Pazifismus und Frieden
Gisa und Wolfgang Steguweit aus Gotha halten am Montag, 16. September zwei Vorträge im Bürgerhaussaal des Rathauses Gotha über Pazifismus und Friedensmahnung. Gisa Steguweit spricht über „Frauen für den Frieden“ am Beispiel von Anna Bernhardine Eckstein (1868 – 1947). Die Coburgerin erläuterte 1910 vor der 1896 gegründeten Gothaer Ortsgruppe der Deutschen Friedensgesellschaft die friedliche Existenz einzelner Staaten ohne Anwendung äußerer Gewalt. Bertha von Suttner, erste Friedensnobelpreisträgerin (1905) habe mit Eckstein in Verbindung gestanden und ihr Wissen geschätzt.

Wolfgang Steguweit stellt historische und gegenwärtige Medaillen namhafter deutsche Künstler als „Steine des Anstoßes“ vor, die in symbolhaften wie konkreten Bezug zu Gewaltverzicht und Frieden aufrufen. Die Veranstaltung im Rathaussaal Gotha beginnt 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. wifi
Weinfest in Schnepfenthal
Zu einem Bier- und Weinfest lädt der Dorfverein Schnepfenthal interessierte Bürger aus dem Kreis Gotha am 21. September ein. Auf dem Dorfplatz an der Freiwilligen Feuerwehr im Waltershäuser Ortsteil Schnepfenthal wird an diesem Tag allerhand geboten. Neben Blasmusik und Livemusik wird ab 16 Uhr vor allem eine kulinarische Vielfalt geboten. Neben verschiedenem Finger Food gibt es auch Flammkuchen nebst Federweißer. red
Vier Starter bei Dengelmeisterschaft
In der Gemeinde Rositz wird am 15. September die erste Mitteldeutsche Dengelmeisterschaft ausgetragen. Rund 60 Teilnehmer aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt werden erwartet. Darunter sind auch vier Starter aus dem Landkreis Gotha. So wollen sich Joachim Brückner, Siegmar Gleichmar, Berit Vetter und Harald Gleichmar aus Wechmar den Wettkampfanforderungen stellen. Gedengelt wird 40 Minuten. Preisrichter achten dabei, dass das Material fachlich ausgezogen wurde und die Sense scharf und gerade geblieben ist. Die Teilnehmer müssen mittels Dengelhammers und Dengelbocks mit Amboss die Sense mit gezielten Schlägen auf die Schneide bearbeiten. red





