• Donald Trump zieht wieder in das Weiße Haus ein.
  • Er konnte sich in der US-Wahl gegen Kamala Harris durchsetzen.
  • Die Reaktionen auf die US-Wahl fallen im Kreis Gotha gemischt aus.

Noch sind nicht alle Stimmen der US-Wahl ausgezählt. Doch für den Kandidaten der Republikaner Donald Trump steht der Wiedereinzug in das Weiße Haus bereits fest. Mit 276 Wahlmännern hat er die Mehrheit gegenüber der Demokratin Kamala Harris erhalten.

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Die Reaktion fallen rund um die Welt unterschiedlich aus. Doch was halten die Menschen im Landkreis Gotha Trumps Rückkehr als mächtigster Mann der Welt? Unsere Redaktion hat in der Region nachgefragt.

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Landtagsabgeordneter aus Gotha: „Wird deutsche Wirtschaft treffen“

Wir wissen gar nicht, was da auf uns zukommt.

Direktkandidat der SPD für den Wahlkreis Gotha.
Matthias Hey, Landtagsabgeordneter der SPD

„Wir hatten es alle befürchtet. Jetzt ist es eingetreten“, sagt Matthias Hey (SPD) aus Gotha. Der Landtagsabgeordnete geht davon aus, dass Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus die deutsche Wirtschaft treffen werde, und verweist auf die Strafzölle, die Trump bereits angekündigt hatte.

8. THÜRINGER LANDTAG - 1. PLENARSITZUNG - KONSTITUIERENDE SITZUNG
Matthias Hey aus Gotha sitzt im Thüringer Landtag.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Auch an die Nato hatte der US-Präsident bereits während seiner Amtszeit hohe Anforderungen gestellt. „Da bin ich sehr gespannt“, sagt Hey und ergänzt mit Blick auf die jüngsten Äußerungen Trumps: „Wir wissen gar nicht, was da auf uns zukommt.“ Trump machte zuletzt Andeutungen, dass das Volk zum letzten Mal wählen werde und schwor, ab dem ersten Tag ein Diktator zu sein.

Was ich für uns ableite, ist der Einfluss der Preisentwicklungen auf das Wahlverhalten. Da habe ich Angst vor der Bundestagswahl.

Direktkandidat der FDP für den Wahlkreis Gotha I für die Thüringer Landtagswahl 2024: Christian Döbel aus Waltershausen.
Christian Döbel, Kreisvorsitzender der FDP

„Da habe ich Angst vor der Bundestagswahl“

Christian Döbel (FDP) sagt, er hätte sich „natürlich gefreut, wenn eine Frau Präsidentin gewählt worden wäre.“ Am Ende sei es die Sache der Amerikaner; da wolle er ihnen nicht reinreden. „Was ich für uns ableite, ist der Einfluss der Preisentwicklungen auf das Wahlverhalten. Da habe ich Angst vor der Bundestagswahl“, sagt Döbel. Er fragt sich, ob die Politik bei der Kostenexplosion genügend gegengesteuert hat.

Da sitzt ein Mensch am Knopf für Atomraketen, bei dem keiner weiß, wie er reagiert.

Stadtrat Gotha: Grüne
Felix Kalbe, Stadtrat in Gotha für Bündnis 90/Die Grünen

Felix Kalbe (Grüne) zeigt sich wenig begeistert vom Ergebnis der Wahl. Es gelte nun, das Beste daraus zu machen. Zwar hätten die USA auch Trumps vorherige Amtszeit überlebt, aber wie es weitergehe, bleibe abzuwarten. Mit Bedenken blickt Kalbe auf Trumps impulsive Art: „Da sitzt ein Mensch am Knopf für Atomraketen, bei dem keiner weiß, wie er reagiert“, sagt der Gothaer Stadtrat.

Oberbürgermeister von Gotha zeigt sich verwundert

Der Oberbürgermeister von Gotha, Knut Kreuch (SPD), ist laut eigener Aussage verwundert, „dass die deutschen Medien uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorhersagten“. Alle seine Freunde in den USA hätten betont, dass Trump die Wahl gewinnen werde. „Deshalb habe ich auch fest mit seinem Sieg gerechnet“, antwortet Kreuch auf eine Anfrage.

Auftakt 1250 Jahre Gotha
Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD)hat das Ergebnis der US-Wahl kommen sehen.© Archiv | Uwe-Jens Igel

Auch North Carolina, wo Gothas Partnerstadt Gastonia liegt, konnte der republikanische Kandidat gewinnen. Kreuch gratuliert „dem demokratischen Sieger dieser entscheidenden Wahl.“

Facebook-Nutzer aus Kreis Gotha äußern sich gemischt

„Wir müssen es wohl so hinnehmen. Mit allen Konsequenzen“, kommentiert Andreas Fischer unter einem Facebook-Beitrag unserer Redaktion. Ein Nutzer mit dem Namen „Reiner Wein“ richtet seine herzlichsten Glückwünsche an die deutsche Regierung, den Steuerzahler und den Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj. Matthias Reinhardt gehe die US-Wahl „am Poppes vorbei“.

René Beier beglückwünscht Donald Trump. „Selenskyj, Scholz, Kiesewetter und Bearbock haben im Strahl gekotzt“, schreibt er. Judith Gebauer findet es laut eigener Aussage gut, dass der Expräsident wiedergewählt wird: „Hoffe das dann auch endlich bei uns sich es zum positiven entwickelt.“ Carsten Menz schreibt: „Der Einfluss auf uns ist marginal.“ Wer gewählt wird, sei ihm egal.

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„Was besseres hätte dem amerikanischen Volk nicht widerfahren können“, meint Veit Sperling. Peter Ullrich Krug schreibt, die Amerikaner hätten ausnahmsweise diesmal was Richtiges gemacht. Sven Steffen Trostmann hofft, „dass es jetzt in Deutschland anders hergeht und die Finanzen nicht mehr so aus den Fenster geschmissen werden in Richtung Ukraine und anderen Kriegsgebiete!“ Er wünscht sich zudem, dass Trump keine Kriege mehr führt oder anfängt.

„Schlecht für Deutschland und für Europa“

Für Daniel Burkhardt ist Donald Trump gleichbedeutend mit Frieden. Ansonsten reichen die Kommentare von „sehr gut“ und „vernünftig“ bis hinzu „perfekt“. Heiko Schäfer sieht das anders: „Schlecht für Deutschland und für Europa“, schreibt er. „Wer glaubt, dass er Frieden bringt, wird enttäuscht werden.“ Andreas Bermann geht davon aus, dass viele Amerikaner die Wahl schnell bereuen würden.

Andre Sag kommentiert: „Amerika first – egal welcher Schauspieler dort Präsident ist. Die führten Kriege, führen Kriege und werden Kriege führen für ihr Überleben, ihre Wirtschaft, ohne Rücksicht auf Verluste.“

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