Bereits zum sechszehnten Mal wurde in der Stadt Gotha der „Wilhelm-Bock-Preis“ für soziales und demokratisches Handeln in Ost-, Süd- und Mitteleuropa verliehen. Am Montagabend überreichte Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) die Auszeichnung an den Staatspräsidenten a. D. der Republik Slowenien Borut Pahor, der für sein engagiertes Wirken in einem friedlichen Europa mit der höchsten undotierten Auszeichnung für einen Politiker geehrt wurde.

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Der „Wilhelm-Bock-Preis“, dessen Namensgeber der Gothaer Sozialdemokrat und Alterspräsident des Deutschen Reichstages Wilhelm Bock (1846-1931) ist, wurde 2008 erstmals durch Oberbürgermeister Kreuch gestiftet, in Kooperation mit dem Landesbüro Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung und ausgestattet vom Tivoli-Förderverein.
Namhafte Würdenträger aus dem In- und Ausland
Der erste Preisträger war Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender der Tschechischen Sozialdemokratischen Partei Jiří Paroubek (2008). Im folgten der estländische Ministerpräsident a.D. Andres Tarand (2009), der „Vater der deutschen Ostpolitik“ Prof. Egon Bahr (2010), die bulgarische Vizepremierministerin Meglena Plugtschieva (2011), der Präsident der Republik Serbien a.D. Boris Tadic (2012), der slowakische Ministerpräsident Robert Fico (2013), die Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Ungarns a.D. Ildikó Lendvai in 2014 sowie ein Jahr später der tschechische Ministerpräsident a.D Vladimír Špidla.
In den Reigen der Preisträger reihten sich im Jahre 2016 der ehemalige Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages Erhard Eppler, der Repräsentant der Vereinten Nationen in Bosnien & Herzegowina Valentin Inzko (2017) und der ehemalige polnische Präsident Aleksander Kwaśniewski (2018) ein. Erstmalig gab es 2019 drei Preisträger. So wurden die Gründungsmitglieder der Sozialdemokratischen Partei der DDR, Markus Meckel, Martin Gutzeit und Arndt Noack mit dem Wilhelm-Bock-Preis ausgezeichnet. Zu den Preisträgern zählen auch der einstige Staatsminister im Auswärtigen Amt Gernot Erler (2021), Sänger und SPD-Mitglied Roland Kaiser (2022) und die ehemalige Präsidentin der Europa-Universität Viadrina Prof. Gesine Schwan, die im vergangenen Jahr die Ehrung im Gothaer Tivoli entgegennahm.
Bisher einmal in der Geschichte wurde ein Ehren-Bock-Preis vergeben und zwar vor zehn Jahren an Bundesministerin a.D. und ehemalige Staatssekretärin Katharina Focke, die eine der ersten Sozialdemokratinnen im Kabinett der Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt war. red
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