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Galatanzabend des FKK in Finsterbergen
Traditionell in der Adventszeit feiert der FKK im festlich herausgeputzten Lindesaal Finsterbergen den Galatanzabend „Réunion“ mit dem kleinen Johann-Strauß-Orchester. Seit Jahrzehnten bietet der Ball der Finsterberger Karnevalisten Gelegenheit, sich herauszuputzen und in schöne Garderobe zu hüllen. In seiner Art ist er einzigartig weit und breit, sagt FKK-Sprecherin Liana Heft. Elegante Kleidung, eine festliche Frisur und ein schwungvolles Tanzbein sehe die aus Gästen zusammengesetzte Jury gerne bei der traditionellen Kürung der Ballkönigin.
Ab 19 Uhr ist Einlass, 20 Uhr geht’s los. Sobald das kleine Johann-Strauß-Orchester mit Wiener-Walzer-Melodien aufspielt, gilt es, sich einen Platz auf dem Tanzparkett zu sichern oder auch einfach nur den schönen Melodien zu lauschen. Der Eintrittspreis beträgt 35 Euro. Eintrittskarten werden am Mittwoch, 27. November, von 18.30 bis 19.30 Uhr in der „Linde“ Finsterbergen verkauft.

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Kartenbestellungen sind noch unter www.fkk-finsterbergen.de und unter Telefon: 0162/6 67 69 43 möglich, Restkarten sind an der Abendkasse noch erhältlich. red

Kirche in Gotha im roten Licht
Mit dem „Red Wednesday“ macht das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ auf das Schicksal von Millionen verfolgten, unterdrückten und bedrohten Christen weltweit aufmerksam. Gotha beteiligte sich an der Aktion. Allerdings wurde nicht die Bonifatius-Kirche, sondern im Einvernehmen die größere und auffälligere evangelische Margarethenkirche auf dem Neumarkt der Kreisstadt am 20. November 2024 angestrahlt. Zeitgleich fand im Inneren die Ausstellung zur Geschichte der Margarethenkirche reges Interesse. pr
Große Pflanzaktion für die Gothaer Spendenwälder
Das große bürgerschaftliche Baumspendenprojekt anlässlich des bevorstehenden Festjahres „1250 Jahre Gotha“, zur Aufforstung dreier neuer Wälder auf dem Boxberg, ist nun auf der Zielgeraden angekommen. Am Samstag, 30. November, werden auf einem bereits vorbereiteten Areal 3750 Traubeneichen – der „Wald der 1.50“, der „Geburtstagswald 775“ und der „Jubiläumswald 2025“, im Beisein von Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD), von zahlreichen Spenderinnen und Spendern der Bäume gepflanzt.
Die große Gemeinschaftsaktion findet am 30. November statt. Treffpunkt ist um 8.45 Uhr an der Gaststätte „Thüringer Waldblick“ auf dem Boxberg. Von dort aus geht es gemeinsam zu Fuß zur Waldfläche, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartenamtes mit allen teilnehmenden Spenderinnen und Spendern den Jubiläums-Eichenwald pflanzen werden. Es wird darum gebeten, wetterfeste Kleidung anzuziehen und wenn möglich Pflanzschaufeln und kleine Eimer zum Transport von Erde mitzubringen.
Um diese gemeinsame Baumpflanzaktion gut vorbereiten zu können, werden alle Interessierten darum gebeten, sich im Gartenamt der Stadtverwaltung anzumelden. Dies kann unter Telefon: 03621/ 222-470 oder per E-Mail: gartenamt@gotha.de erfolgen. red

Gothaer Bank startet Wunschbaumaktion
Bereits zum dritten Mal unterstützt die Filiale der Deutschen Bank Filiale in Gotha ein Wunschbaumaktion zugunsten des Kinderheims Klostermühle in Waltershausen. Im Schalterraum der Bank am Ekhofplatz 2a haben die Mitarbeiterinnen einen großen Weihnachtsbaum mit den Wunschzetteln der Kinder und Jugendlichen aufgestellt.
Yvonne Weniger, Filialdirektorin in Gotha: „Wir unterstützen die Klostermühle seit Jahren im Rahmen unseres ‚Social Days‘-Programms, bei dem wir ehrenamtlich im Kinder- und Jugendheim arbeiten und eine Spende der Deutschen Bank überreichen. Mit den Kindern und Mitarbeitenden der Einrichtung fühlen wir uns sehr verbunden und es war uns daher eine Herzensangelegenheit, den Kindern auch zur Weihnachtszeit eine Freude zu machen.“
Jeder kann an der Aktion teilnehmen und die Wünsche der vom Weihnachtsbaum pflücken und erfüllen. Für alle, die kein konkretes Geschenk besorgen, aber dennoch etwas Gutes tun möchten, steht ein Spendenhäuschen bereit. „Unser Auszubildender Jannik Reum hat das Haus gebaut und für die Aktion zur Verfügung gestellt. Wie unser Baum ist es aus Holz und kann in den nächsten Jahren wiederverwendet werden“, betont Yvonne Weniger nicht nur das besondere Engagement, sondern auch die Nachhaltigkeit der Aktion.
Noch bis Anfang Dezember werden Geschenke und Spenden gesammelt und rechtzeitig vor Weihnachten an das Kinder- und Jugendheim übergeben. Interessierte können sich bis dahin gerne an die Mitarbeiterinnen in Gotha wenden und ebenfalls zum Wünsche-Erfüller werden. red

Gothas Stadtschreiber-Kolumne: Ein Museum voller Geschichten
Gothas Stadtschreiberin Carola Gruber legt mit ihren Workshops einen Grundstein für den kommenden Stadtschreiber:
Vergangenes Wochenende leitete ich die Fortsetzung des Schreibworkshops im Herzoglichen Museum, dessen erster Teil im Oktober stattfand. Recht kurzfristig anberaumt, wurde der Workshop gut angenommen: Fast alle Teilnehmenden, die bereits beim ersten Termin mitgeschrieben haben, waren erneut dabei. Auch dieses Mal entstanden Texte zu Statuen, Gemälden, Objekten aus Keramik und Kork … eben zu „Lieblingsstücken“ der Teilnehmenden, wie es im Titel der Veranstaltung hieß.
Nach dem Workshop ging ich durchs Museum, erkannte hier und da ein Kunstwerk wieder: da der alte, verträumte Dudelsackspieler, über den ein Teilnehmer schrieb, er denke an einen fernen Sommer unter Pinien und Olivenbäumen zurück. Hier die Büste Benjamin Franklins, dessen hohe Stirn viel Platz für Gedanken bietet, wie es in einem anderen Text hieß. Dort „Die Fröstelnden“, erbarmungswürdig spärlich bekleidet, ebenfalls eine Skulptur Jean-Antoine Houdons.
Die Geschichten der Teilnehmenden brachten mir die Exponate nah, wie es ein herkömmlicher Objekttext nicht könnte: Titel, Entstehungsjahr, Name der Künstlerin oder des Künstlers und auch verwendete Technik sind zwar wichtige Informationen und können helfen, die besondere Qualität eines Objekts zu erkennen.
Aber erst durch diese kleinen (erfundenen) Geschichten habe ich zu den Ausstellungsstücken eine Beziehung aufgebaut: Sieh dort, der schreitende Löwe aus Porzellan, mit dem zusammen eine Teilnehmerin in ihrem Text eine regelrechte Sightseeing-Tour durch Gotha unternommen hat. Und ob die Fröstelnde wohl den Weg zur Kleiderkammer gefunden hat, wie in einem weiteren Text vorgeschlagen?
Bei meinem Ausstellungsbesuch mit all den Geschichten im Kopf dachte ich: Genauso sollte es sein. Zu jedem Exponat sollte es eine solche Geschichte geben, ein Gedicht, einen kurzen Text, der uns dieses Ausstellungsstück auf literarische, künstlerische Weise näher bringt. Ein Museum voller Geschichten. Die Idee gefällt mir.
Ein Anfang ist gemacht. Die Friedenstein Stiftung möchte Texte aus beiden Schreibworkshops mit der Öffentlichkeit teilen, wohl bald in einer Ausstellung in der Wunderkammer. (Bis dahin empfehle ich Yannic Han Biao Federers Texte, die im Rahmen des Projekts „Beredsamkeit der Dinge“ im Museum präsentiert werden.) Und es geht weiter: Nach diesem schönen Auftakt möchte die Stiftung weitere Schreibworkshops im kommenden Jahr anbieten, dann mit dem neuen Stadtschreiber.




