Gierstädt im Zeichen des Apfels: Das Erntefest kehrt zurück
Buntes Programm um frische Früchte und den größten Apfel Thüringens
Das 34. Erntefest in Gierstädt bringt die ganze Region in Feierlaune: Am Wochenende, 27. und 28. September 2025, dreht sich alles um Äpfel, Pflaumen und die Freude an der Erntezeit. Mit einem abwechslungsreichen Programm, kulinarischen Highlights und der Prämierung des größten Thüringer Apfels rückt das beliebte Obst wieder in den Mittelpunkt des Geschehens.

„Nachdem es im letzten Jahr aufgrund der durch die Jahreswitterung fast völlig zerstörten Ernte ,nur‘ einen Apfelmarkt und kein Fest gab, können wir in diesem Jahr die Ernte wieder feiern. Zwar gibt es keine Rekordmengen, aber gute Qualitäten“, freut sich Judith Dornberger von der Genossenschaft Fahner Obst. 21 von 30 angebauten Apfelsorten sind bereits geerntet und können am Verkostungsstand probiert werden. Der Verkauf erfolgt an der beeindruckenden, 120 Meter langen Apfeltheke. Am Samstag zeigt das Lehr- und Versuchszentrum für Gartenbau aus Erfurt alte und neue Apfelsorten und gibt Tipps für den Anbau. Hobbypomologin Silvia Krug bestimmt mitgebrachte Apfelsorten.
Für das Auge gibt es die 3,5 Meter hohe Apfelpyramide. Kinder stehen beim Transport der Einkäufe bereit, Hüpfburgen und allerlei Spiele sorgen für Spaß. Spaziergänge durch die Obstplantagen starten täglich um 11 Uhr, die Apfelselbstpflücke ist ganztägig geöffnet.
Musikalisch wird die Festbühne an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr bespielt. Rockmoon aus Erfurt tritt am Samstag auf, Sonntag sorgen die Original Thüringer Oldies für Stimmung. Ein Höhepunkt ist die Prämierung des größten Thüringer Apfels am Sonntag um 15 Uhr auf der Festbühne. Apfel-Kandidaten können bis 13 Uhr eingereicht werden.

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Das Erntefest bietet ein buntes Programm für die ganze Familie. Eintritt und Parken sind frei. Veranstaltungsorte sind der Festplatz im Gewerbepark sowie der Gierstädter Obstpark. red
Kreis Gotha startet Haushaltsberatungen
Millionendefizit zwingt Kreis Gotha zu höherer Umlage – zugleich fordern Fraktionen Investitionen
Im Landkreis Gotha beginnen die Beratungen über den Haushalt 2026. Am Mittwoch, 24. September 2025, wird Landrat Onno Eckert (SPD) den Entwurf für das kommende Jahr vorlegen. Noch klaffen darin Millionenlöcher – nicht alle geplanten Ausgaben sind gedeckt. Zugleich solle der bewährte Fahrplan für die zweite Lesung im November sowie die Verabschiedung im Dezember beibehalten werden, um eine vorläufige Haushaltsführung zu vermeiden.
Hauptgrund für das Defizit ist die enorme Kostenexplosion bei den Sozialausgaben. Eine „nennenswerte Beteiligung“ des Freistaats gebe es bislang nicht, so Eckert. Im Mai habe es bei der Anmeldung der Mittel noch ein Minus von 25 Millionen Euro gegeben. Nach „Chefgesprächen“ mit Amtsleitern sei dieses Defizit auf rund 15 Millionen Euro reduziert worden.
Als letzte Stellschraube bleibt die Kreisumlage, also der Anteil der Steuereinnahmen von Städten und Gemeinden. Sie soll um etwa sieben Millionen Euro erhöht werden. Geplant ist ein Anstieg des Hebesatzes von derzeit 34,65 Prozent um rund 2,5 Punkte. Im Thüringen-Vergleich läge der Kreis Gotha damit immer noch im unteren Bereich, wirbt Eckert im Vorfeld der Sitzung. Dennoch bliebe ein Defizit von etwa acht Millionen Euro. Auch aus den Milliarden der Investitionsoffensive des Bundes sei bislang kein Geld in Sicht. „Damit wären 2026 keine großen Sprünge möglich“, stellt Eckert fest.
Gleichzeitig kündigen die Kreistagsfraktionen Investitionswünsche an. CDU und FDP wollen die Sanierung der Grund- und Regelschule Neudietendorf vorantreiben und einen Auftrag zur Planung eines neuen Schulcampus erteilen. „Nur eine klare Positionierung des Kreistages kann den Prozess wieder in Gang bringen“, betont Fraktionsvorsitzender Christian Jacob (CDU).
Die Fraktion Linke/Grüne will zur Kreistagssitzung am 24. September beantragen, im Haushalt 2026 einen Zuschuss von 1,50 Euro pro Mittagessen für Grundschüler und Schüler an Förderzentren einzuplanen, teilte Fraktionsvorsitzender Harald Roth (Linke) mit. wifi
Die Kreistagssitzung beginnt am Mittwoch, 24. September, um 18 Uhr in der Aula der Arnoldischule Gotha.
Dunkle Kapitel im Gothaischen Hofkalender: Vortrag über Adelsmatrikel und Ideologie
Hannah Boeddeker von der Universität Hamburg spricht am Mittwoch, 24. September 2025, 18.15 Uhr im Spiegelsaal von Schloss Friedenstein über die ideologische und wirtschaftliche Entwicklung des Gothaischen Hofkalenders im frühen 20. Jahrhundert. Ihr Vortrag „Zwischen Ökonomie und Ideologie: Der Perthes Verlag und die Entstehung einer Adelsmatrikel 1918–1925“ beleuchtet, wie sich die Genealogischen Taschenbücher des Adels nach Abschaffung der Adelsprivilegien 1918 wandelten.
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Aus traditionellen Verzeichnissen wurden in den 1920er- und 1930er-Jahren rassebiologisch geprägte Matrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Neben der Radikalisierung des Adels analysiert Boeddeker die wirtschaftlichen und ideologischen Motive des Perthes-Verlags, die zur antisemitischen Ausrichtung des „Gotha“ beitrugen. red
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Bürgersprechstunde beim Fest „Gotha glüht“
Beim Fest „Gotha glüht“ bietet Landrat Onno Eckert (SPD) am Freitag, dem 26. September, auf dem Buttermarkt eine Bürgersprechstunde an. Unter dem Motto „Freitag ab eins macht Onno deins“ können Bürgerinnen und Bürger von 14 bis 15 Uhr direkt mit dem Landrat ins Gespräch kommen. Eine Gelegenheit, Anliegen und Fragen persönlich zu besprechen. red
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