Finanzbeamtin, Steuerprüferin – das klingt für viele zunächst nach Zahlenkolonnen und Paragrafen. Für Hannah Reetz und Pauline Holzapfel dagegen ist es der Weg in ihren Traumberuf. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss am Bildungszentrum Gotha und an der Thüringer Verwaltungsfachhochschule im Fachbereich Finanzverwaltung haben sie genau das gefunden, was sie gesucht haben: einen sicheren Arbeitsplatz mit Perspektive.

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Schon während des dreijährigen Studiums mussten die jungen Frauen nicht nebenbei jobben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Pauline Holzapfel arbeitet heute in der Pressestelle des Thüringer Finanzministeriums, wo sie unter anderem für Social Media zuständig ist. Für sie ist der Beruf eine solide Basis für die Zukunft – vor allem durch die feste Anstellung im öffentlichen Dienst. „Der Finanzbereich ist vielleicht nicht jedermanns Sache“, sagt sie, „aber die Aussichten sind definitiv ein großer Vorteil.“
Hannah Reetz stammt aus Meiningen, besuchte das Sportgymnasium in Erfurt und spezialisierte sich auf die 100-Meter-Hürdenstrecke – Bestzeit: 14,14 Sekunden. „Nicht nur im Sport musste ich viele Hürden nehmen“, erzählt sie schmunzelnd. Nach dem Abitur blieb ihr die sportliche Laufbahn jedoch verschlossen. Eine Freundin machte sie schließlich auf die Ausbildung im öffentlichen Dienst aufmerksam. „Das war definitiv der bessere Weg – gerade, weil man nicht unbedingt an die Uni gehen muss.“ Obwohl es in ihrer Familie bislang keine Beamten gab, begeisterte sie sich schnell für den Beruf.

„Es eröffnen sich viele Möglichkeiten, gerade durch den sicheren Arbeitsplatz und die vielseitigen Aufgaben“, sagt Steuerobersekretärin Hannah Reetz. Praktisch sei auch, dass sie ihre Steuererklärung nun selbst ausfüllen könne – die erste schrieb sie 2022, zu Beginn ihres Studiums in Gotha. Heute arbeitet sie im Finanzamt Ilmenau, wo sie schon während des Studiums praktische Erfahrungen sammelte. „Zum Glück durfte ich dort bleiben“, sagt die 24-Jährige.
Karriere im öffentlichen Dienst: Persönliche Erfahrungen aus Gotha
Auch Pauline Holzapfel begann ihren Weg 2015 im Fachbereich Finanzen in Gotha. Nach dem dualen Studium arbeitete sie zunächst im Finanzamt Erfurt, später zwei Jahre in Jena, bevor sie ins Ministerium wechselte. „Ich habe meine Studienzeit in Gotha in sehr guter Erinnerung“, erzählt sie. Besonders die persönliche Atmosphäre habe sie geschätzt: „Angesichts der etwa 650 Anwärterinnen und Anwärter, die jährlich in den Bereichen Steuern, Verwaltung und Justiz ausgebildet werden, war der Kontakt hier sehr familiär. Man war keine Matrikelnummer – die Dozenten kannten meinen Namen. Das war anders als an einer Uni“, bestätigt auch Hannah Reetz.
Tag der offenen Tür: Karriere in der Thüringer Steuerverwaltung
Wann und wo: Am Samstag, 25. Oktober 2025, richtet die Thüringer Finanzverwaltung von 11 bis 15 Uhr ins Bildungszentrum der Landesverwaltung in Gotha (Bahnhofstraße 12) einen Tag der offenen Tür aus.
Unter dem Motto „Mit dir wird’s amtlich“ erfahren Besucherinnen und Besucher alles über Ausbildung, Studium und Karrierewege in der Steuerverwaltung, Justiz und allgemeinen Verwaltung. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende, Eltern und Berufsinteressierte.
Programm: Messestand der Steuerverwaltung mit Infos aus erster Hand
Probevorlesungen, z. B. „Selbst Steuerrecht kann Spaß machen!“
Bewerbungs-Simulationen: „Gut vorbereitet ins Vorstellungsgespräch.“
Speed-Dating: Austausch mit Finanzamtsleitern, Dozenten und Anwärtern
Vorführungen der Steuerfahndung und Betriebsprüfung
Spannende Vorträge, z. B.: „Ein Tag als Anwärter“
„Wie arbeitet die Steuerfahndung?“
Zudem gibt es praxisnahe Angebote wie Selfies mit Schutzweste der Steuerfahndung, Vorführungen von Eingriffstechniken oder Schießen mit einem Reizstoffsprühgerät.
Mehr Informationen zur Ausbildung und zum Studium in der Thüringer Steuerverwaltung gibt es unter https://finanzamt.thueringen.de/ausbildung.
Neben der Theorie kam auch das Miteinander nicht zu kurz. „Neben Faschingsfeiern und Partys für die Neulinge, die ‚Küken‘ genannt werden, gab es auch jede Menge Spaß“, erinnert sich Holzapfel. Für beide steht fest: Die Ausbildung in der Finanzverwaltung lohnt sich. „Sie bietet eine sichere und zukunftsträchtige Arbeit“, sagt Reetz. Und Holzapfel ergänzt: „Auch wenn Digitalisierung und Künstliche Intelligenz langsam Einzug halten – der Beruf bleibt krisensicher und gefragt.“
Persönlich statt anonym: Warum Pauline Holzapfel ihre Studienzeit in Gotha schätzt
Im Jahr 2025 haben 66 Anwärterinnen und Anwärter im gehobenen Dienst und 57 im mittleren Dienst ihr Studium oder ihre Ausbildung begonnen. Zudem werden 55 Studierende im dritten und 66 im zweiten Studienjahr an der Verwaltungsfachhochschule ausgebildet sowie 53 Anwärter im zweiten Ausbildungsjahr am Bildungszentrum in Gotha. Insgesamt qualifizieren sich derzeit 297 Nachwuchskräfte im Fachbereich Steuern – 188 für den gehobenen, 109 für den mittleren Dienst.
„Auch in der Thüringer Finanzverwaltung gehen viele Mitarbeiter der sogenannten Baby-Boomer-Generation in den nächsten Jahren in den Ruhestand“, erklärt Pauline Holzapfel. Entsprechend dringend sucht die Finanzverwaltung neue Fachkräfte – wie viele andere Behörden und Branchen auch.
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Um Nachwuchs zu gewinnen, lädt die Thüringer Finanzverwaltung am Samstag, 25. Oktober 2025, von 11 bis 15 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ ins Bildungszentrum der Landesverwaltung in Gotha ein. Unter dem Motto „Mit dir wird’s amtlich“ werden Karriere-, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in den Fachbereichen Steuern, Justiz, Kommunalverwaltung und allgemeine Verwaltung vorgestellt.








