Linke will US-Militärbasen in Deutschland einschränken
„Dass knapp 50 Menschen aus dem Kreis Gotha und dem Wartburgkreis nach Ohrdruf gekommen sind, um am Denkmal für die Opfer des KZ-Außenlagers von Buchenwald für Frieden zu demonstrieren, ist ein ermutigendes Zeichen“, erklärt der Linke-Kreisvorsitzende Sascha Bilay.

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Der Friedensmarsch zur Osterzeit wird seit einigen Jahren als Standkundgebung in Ohrdruf durchgeführt, diesmal am Vormittag des Ostersamstags. Bilay unterstrich seine Auffassung, dass sich die deutsche Bundesregierung an Spanien orientieren müsse. Auch von Militärstützpunkten der USA in Deutschland dürften keine Flugzeuge starten, die im Iran-Krieg eingesetzt würden. Der Leitsatz, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen dürfe, gelte auch für Verbündete, die völkerrechtswidrig andere Staaten angreifen, wie es die USA gerade tun.
Nachdem am Denkmal für die Opfer des KZ-Außenlagers Blumen abgelegt worden waren, dankte Bilay der Stadt Ohrdruf, die das Areal pflege. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich eine Stadt so selbstkritisch mit der Geschichte beschäftigt. Davor habe ich Hochachtung“, unterstreicht Sascha Bilay. red
Wie Zivilgesellschaft unter Druck bestehen kann
Autor und Demokratie-Aktivist Jakob Springfeld stellt in Gotha sein neues Buch „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert“ vor. Am Donnerstag, dem 9. April, ist Springfeld um 18 Uhr zu Gast im Tivoli. In seinem neuesten Buch beschreibt er die zunehmende Präsenz rechter Gewalt in ostdeutschen Städten und Gemeinden und zeigt, wie sehr diese Entwicklungen die demokratische Kultur herausfordern.
Springfeld verbindet persönliche Erfahrungen mit aktuellen Fallbeispielen und ordnet sie politisch ein. Die Lesung gibt Einblicke in die Realität engagierter Menschen vor Ort, in die Mechanismen rechter Einschüchterung und in die Frage, wie Zivilgesellschaft unter Druck bestehen kann. Besonders mahnt er die Normalisierung rechter Gewalt an, die eine ernsthafte Bedrohung der Demokratie werden könnte. red
Rocknacht in der Stadthalle Gotha
Die neue Veranstaltungsreihe „So wie damals“ von Willi Woigk begibt sich in die nächste Runde. Die Polars und Micados spielen am Samstag, 25. April, zur Beat- und Rocknacht wieder in der Stadthalle.
Bereits vor über 60 Jahren galt Gotha als Hochburg der Beat-Musik in Thüringen. Die beiden Gothaer Bands Polars und Micados hatten daran den größten Anteil. Ihre gemeinsamen Auftritte in der Gothaer Stadthalle waren legendär und zogen Beat-Fans aus ganz Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in ihren Bann. Selbst aus Berlin kamen Beat-Fans, um diese damals neuartige und moderne Musik hören und die spektakulären Stadthallen-Konzerte erleben zu können. Die Ära endete abrupt mit dem Verbot der Polars.
Veranstalter und Polars-Chef „Willi“ Woigk, der die letzten 20 Jahre „Polars & Gäste“ organisierte, möchte mit der Folge-Veranstaltungsreihe an diese Zeit erinnern, indem der Ablauf wie damals gestaltet wird: Polars und Micados zusammen auf einer Bühne mit abwechselndem Spiel. Die Rocknacht beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten zu 35 Euro gibt es in allen Thüringer Städteinformationen sowie über den Ticket-Shop Thüringen. stasju




