Zu Einschränkungen in der Wasserversorgung kann es am kommenden Wochenende kommen, wie der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAG) Gotha mitteilt. Grund dafür seien Baumaßnahmen im Zuleitungssystem der Thüringer Fernwasserversorgung. Es seien größere Umstellungen im Leitungsnetz des Zweckverbandes nötig, um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen.

Gotha
Vorn ist das alte Betonrohr zu sehen, dahinter die neue Leitung. Am Samstag ist laut Thüringer Fernwasserversorgung die Umbindung auf den erneuerten Abschnitt geplant. © Funke Medien Thüringen | Dirk Bernkopf

Von Samstag, den 25. April, ab ca. 0.30 Uhr bis Sonntag, den 26. April, ca. 10 Uhr sei mit Einschränkungen und Anpassungen hinsichtlich Druck und Menge im gesamten Verbandsgebiet, insbesondere aber in folgenden Gebieten zu rechnen: südliches und westliches Stadtgebiet Gotha, die Ortsteile Boilstädt und Sundhausen, Aspach, Trügleben, Schwabhausen, Petriroda und Emleben.

Trübungen und Unterbrechungen möglich

In Einzelfällen könne es dadurch auch zu kurzzeitigen Trübungserscheinungen und Unterbrechungen kommen. Der WAG bittet darum, den Wasserverbrauch in dieser Zeit auf das notwendigste Maß zu reduzieren. Bei Fragen oder Problemen sei der Bereitschaftsdienst unter Telefon 03621/38 74 93 zu erreichen.

Am Wochenende ist laut Thüringer Fernwasserversorgung die Umbindung auf einen erneuerten Abschnitt der Fernwasserleitung bei Ohrdruf geplant. Die bisherige, rund 60 Jahre alte Stahlbetonleitung sei auf einem Abschnitt von 1,5 Kilometern durch neue Stahlrohre ersetzt worden. Die geplante Erneuerung erfolge im Rahmen der Verjüngung des Fernwasserleitungsnetzes, heißt es weiter.

Gotha
Diese Absperrklappe muss in einen Schacht eingebaut werden. Sie wurde bereits vormontiert.© Funke Medien Thüringen | Dirk Bernkopf

Über die Leitung mit einem Durchmesser von einem Meter fließe das aufbereitete Trinkwasser aus der Talsperre Ohra nach Gotha, Erfurt, Bad Langensalza sowie bis nach Weimar und Jena. Für die Umbindung auf die neu eingesetzte Rohrleitung sei ein Zeitfenster von maximal 24 Stunden vorgesehen. 

Während der Vorbereitungs- und Umbindezeit erfolge die Versorgung aus den Hochbehältern der angeschlossenen Verbände und der Thüringer Fernwasserversorgung. Im Streckennetz werde dafür auch etwas umgeschiebert, sodass das gespeicherte Wasser vollständig für die Versorgung der angeschlossenen Gebiete zur Verfügung stehe.

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Die Maßnahme sei im Vorfeld detailliert mit den Zweckverbänden zusammen berechnet worden. Geprüft worden sei, was möglich ist und wie viele Mengen wo notwendig sind, und man habe einen Sicherheitspuffer hinzugerechnet.

Die Umbindung war bereits für Dezember vergangenen Jahres geplant und ist kurzfristig verschoben worden.