Gotha empfing seinen ehemaligen Stadtschreiber Thomas A. Herrig zu einer Premierenlesung. Gespannt warteten die Gäste am 16. April im Hanns-Cibulka-Saal der Stadtbibliothek, von denen die meisten den Autor sicherlich persönlich während seines Residenzjahres erlebt hatten und sich auf eine Wiederbegegnung freuten.

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Denn nun erscheint das lange erwartete Buch des jungen Schriftstellers, mit welchem er sich seinen Traum nun endgültig erfüllt hat: Schriftsteller zu sein. Da das Buch allerdings aufgrund seines aufwändigen Farbschnitts noch nicht erhältlich ist, hat der Verlag freundlicherweise einen Vorabdruck mitgeschickt.
Auf amüsante, episodenhafte und für angehende Kollegen gewiss ermutigende Weise erzählt Herrig von seinem zwölf Jahre dauernden Weg. Was viele nicht wissen: Schriftsteller werden ist in jedem Falle ein schwieriger, ein langer Weg mit unzähligen Stolpersteinen. Und jeder Weg ist anders.
Nur mit Talent, oh nein, damit ist kein Blumentopf zu gewinnen, auch wenn Herrig dieses gewiss hat. Das bestätigt auch sein anwesender Mentor aus der Werbewelt. Herrig ist es schlau angegangen, auch in all diesen Umwegen und vor allem unbeirrt.
Vater Charles Herrig begleitet seinen Sohn auf dem Klavier
In der Art eines Schelmenromanes, so sein Meister John von Düffel, schildert Herrig, wie er auf einem Bildungsweg seinem inneren Ruf als Agent des kreativen Schreibens folgt und auf seinem Lebensweg viele überraschende Haken schlägt. Dabei begegnet er namhaften Persönlichkeiten und erlebt sowohl Bestnoten und Jubel als auch Rückschläge.
Doch von seiner Berufung getrieben, gibt Thomas A. Herrig nicht auf und lernt, sich immer wieder neu zu erfinden. Von all dem berichtet er an diesem Abend humorvoll und von passenden, mitreißenden Klavierstücken seines Vaters Charles Herrig begleitet. Auch seine Zeit in Gotha ist im Buch verewigt.
Auch die derzeitige Stadtschreiberin, die natürlich anwesend ist, erlebt ihren Aufenthalt in der Residenzstadt wie eine Krönung ihres Schaffens. Gewiss, ihr Weg war ein gänzlich anderer und doch eint die beiden vieles: Jahre voller Schreiben, Zweifeln, Kämpfen, Irren, Fallen und Suchen. Doch die Liebe zur Literatur und vor allem der unbedingte Wille führen fast zwangsläufig zu Erfolg bei solchen persönlichen Missionen.
Diese Hoffnung bleibt nach dieser Lesung, und dies mag Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf Ihrem Weg ermutigen, was auch immer Ihr persönliches Ziel sei.




