Die Stadt Gotha nimmt am Projektaufruf des Bundesprogramms „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ teil und reicht eine Projektskizze für das Vorhaben „Naturnahe Entwicklung der blau-grünen Flutgrabenpromenade“ ein. Dafür stimmte der Stadtrat in dieser Woche. Sollte das Projekt auf Wohlwollen der Geldgeber stoßen, könnte ein millionenschweres Projekt in der Stadt umgesetzt werden. Und die Stadt müsste einen vergleichsweise geringen Eigenanteil aufbringen.

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Es geht um die mögliche Umgestaltung der Uferzone des Flutgrabens, auch als Wilder Graben oder Wilde Leina bekannt, der direkt durch das Stadtgebiet verläuft. Die Stadt Gotha beabsichtigt die Entwicklung einer Stadtpromenade entlang des Flutgrabens von der Europakreuzung bis zum ehemaligen ZOB.
Frischluftschneise für das lokale Klima
Mit dem Potenzial einer dominierenden Grünachse soll die Renaturierung des Flutgrabens mit dem multifunktionalen und attraktiven Ausbau der angrenzenden Freiräume in Einklang gebracht werden, heißt es in dem Projekt. Es geht um Aufenthaltsqualität, Stärkung des Grünsystems, die Erlebbarmachung des Gewässers und den Hochwasserschutz. Die neue Grünachse soll auch als Frischluftschneise für das lokale Klima dienen und die Biotopachse über den Seeberg hinweg erweitern.
Neue durchgängige Fuß- und Radwege sollen übergeordnet eine Anbindung über den Heutalsweg bis hin zu den Gothaer Kiesseen und Landschaftsräumen im Umland schaffen. Im April 2026 startete laut Stadtverwaltung seitens des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen der Projektaufruf 2026 für das Bundesprogramm.
Bis zum 30. Juni kann demnach eine Projektskizze für das Vorhaben eingereicht werden, wozu der Stadtratsbeschluss notwendig ist. Ende Oktober sei seitens des Haushaltsausschusses des Bundestages mit dem Beschluss der zur Antragstellung vorgesehenen Projekte zu rechnen. Im Anschluss sollen Koordinierungsgespräche stattfinden und die Kommunen können die Zuwendungsanträge stellen.
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Die Stadt Gotha sieht gute Chancen, in die Projektauswahl zu gelangen. Die geschätzten Gesamtkosten des Gothaer Vorhabens betragen 10,5 Millionen Euro. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 80 Prozent an den Gesamtausgaben.








