„Wir schaffen es – nicht alleine.“ Mit einer Abwandlung des bekannten Merkel-Zitats begrüßt Roeland Paardekooper die Gäste am Dienstagabend in der Wunderkammer Friedenstein (Jüdenstraße 1) in Gotha. Der Niederländer ist Leiter des Digitalisierungsprojekts „Gotha transdigital“ der Stiftung Friedenstein und möchte die Stadt digital sichtbarer machen. Dabei setzt die Stiftung auf die Mithilfe der Bürger.

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Die Friedenstein Stiftung sucht engagierte Menschen aus Gotha und Umgebung, die dabei helfen möchten, Wissen über die Stadt sichtbar und frei zugänglich zu machen. Das Ziel ist es, Informationen über Gothaer Gebäude und Orte korrekt, vollständig und aktuell in Wikipedia einzuarbeiten.
750.000 Objekte liegen in Museumsdepots
Zwar läuft das mit EU-Geldern geförderte Digitalisierungsprojekt der Friedenstein-Stiftung noch bis Ende 2027, doch Paardekooper macht deutlich, dass die Zeit nicht reichen wird. „750.000 Objekte liegen noch in den Depots, die wurden noch gar nicht angefasst.“ Der Historiker möchte gern Sammlungsobjekte mit Orten und Personen vernetzen und Fragen wie „Wer nutzte diesen Gegenstand?“ beantworten. Auch in der Sammlung von schätzungsweise 15.000 Fotos in der historischen Fotothek auf dem Schloss sieht er einen Schatz, den es zu sichern gilt.

„Gotha und Thüringen sind bei meinen Freunden im Ausland oft unbekannt“, gesteht Paardekooper. „Wir wollen Gotha besser sichtbar machen.“ Aktuell haben etwa 50 Gebäude in Gotha schon einen Wikipedia-Eintrag. „Es gibt zwar noch immer viele Fehler und Lücken in Wikipedia, aber ich sehe momentan nichts Besseres.“
Konkret werden Freiwillige gesucht, die unter Anleitung Wissenswertes über Gothaer Gebäude und Orte zu recherchieren, Wikipedia-Einträge ergänzen oder korrigieren, historische Hintergründe zusammenzutragen, Fotos bereitstellen oder bei der digitalen Dokumentation der Stadt mithelfen.
Die Stiftung Friedenstein unterstützt die Wikipedianer bei der Planung regelmäßiger Treffen. So besuchten am Dienstag erst fünf der Bürgerwissenschaftler auf ihrer „KulTour“ die Ausstellung zum Dynastiejubiläum „Coburg | Gotha | 1826 - Ein Herzog. Zwei Residenzen“ in Gotha.
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Wer zukünftig an der Vervollständigung der Online-Enzyklopädie mitarbeiten möchte, für den ist vielleicht die nächste „KultTour“ interessant. Am Freitag, dem 5. Juni, gibt es eine Exkursion zur Ausgrabungsstelle Bromacker.
Alle Termine und Informationen zum Thema „Gotha goes Wiki!“ finden sich direkt bei Wikipedia unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:GLAM/Gotha_goes_Wiki/Planung.







