Die Kreisstraße K14 zwischen Ernstroda und Friedrichroda ist seit dem 29. Mai 2026 wieder für alle Verkehrsteilnehmer freigegeben. Damit endet eine Vollsperrung, die seit November 2025 für Umwege und Geduldsproben gesorgt hatte – besonders für Pendlerinnen und Pendler in der Region.

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Kern der Baumaßnahme war die Erneuerung des Brückenüberbaus der Schilfwasserbrücke in Ortbetonbauweise. Ergänzend wurden Leitplanken installiert sowie die bestehenden Widerlager des Bauwerks ertüchtigt, um die Tragfähigkeit langfristig zu sichern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 540.000 Euro, inklusive Planungsleistungen.
Kalte Frühjahrsnächte sorgen für Bauverzögerung
Landrat Onno Eckert (SPD) zeigte sich erleichtert: „Ich freue mich sehr, dass wir die Kreisstraße nun wieder freigeben können. Das Wetter im ersten Quartal hatte uns beim Zeitplan leider einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht – umso mehr danke ich allen Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis.“
Tatsächlich hatte sich das ursprünglich geplante Bauende am 1. Mai verzögert, weil Abdichtarbeiten nicht termingerecht abgeschlossen werden konnten. Die Freigabe erfolgte dennoch vor dem zuletzt angesetzten Datum, dem 12. Juni.
„Der März und April waren einfach zu kalt“, erklärte Thomas Gruhl, Bauleiter Tiefbau im Amt für Gebäude- und Straßenmanagement. „Die abdichtende Epoxidharzschicht unter der Straßendecke benötigt zum Aushärten Temperaturen von mindestens acht Grad über eine Zeit von 24 Stunden.“

Ganz abgeschlossen ist die Baustelle weiterhin nicht: Bis voraussichtlich Mitte Juni laufen bei freier Fahrt abschließende Oberflächenarbeiten an den Betonwiderlagern. „Verkehrseinschränkungen sind dabei nicht mehr zu erwarten, es wird ja unter der Brücke gearbeitet“, so Gruhl.
Planung und Bauleitung lagen beim Büro Schumacher GmbH aus Arnstadt, ausführendes Unternehmen war die BR Ingenieurbau GmbH aus Elxleben.
Ortsteilbürgermeister rechnet mit Staus
Ernstrodas Ortsteilbürgermeister Bert Fröhlich sieht die Aufhebung der Sperrung mit gemischten Gefühlen: „Jetzt wird viel Verkehr durch den Ort fließen, ich rechne mit großen Rückstaus.“ Im Ort ist weiterhin die Alte Hauptstraße nur einspurig befahrbar – eine Ampel regelt den Verkehr. Der marode Kanal des Schilfwassers soll durch die Sperrung entlastet werden – einen Reparaturtermin gibt es bislang nicht.
Beigeordnete Sylke Niebur (parteilos) hatte zur Straßenfreigabe noch eine schlechte Nachricht mitgebracht. Das Landesamt für Bau und Verkehr hat die Sperrung der L 1026 zwischen Friedrichroda und Schnepfenthal um eine Woche bis voraussichtlich zum 5. Juni verlängert.







