Raketen zischen in den Himmel. Funken sprühen und malen farbige Muster in die Nacht. Das Feuerwerk beim Stadtfest in Waltershausen ist stets aufs Neue ein Hingucker. In diesem Jahr (19. bis 21. Juni 2026) wird es noch eine Stufe besser. Das zumindest ist der Plan, und harte E-Gitarren spielen dabei auch eine Rolle.

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Stefanie Ernst (40) ist bei der Stadtverwaltung Waltershausen so etwas wie die Stadtfest-Managerin. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Sie möchte aber nicht, dass der Eindruck entsteht, sie alleine wäre der sprichwörtliche große Zampano. Bauhof, Ordnungsamt, Feuerwehr, ein externer Sicherheitsdienst, die Polizei – es seien viele am Gelingen beteiligt. Alleine von städtischer Seite dürften es zehn Leute sein.

Böller krachen im Rhythmus der Musik
Was hat es nun mit dem Feuerwerk auf sich? Es wird am Samstag, 20. Juni, 23.45 Uhr, am Markt gezündet. Diesmal werde es – das ist neu – mit Musik untermalt, kündigt Stefanie Ernst an. Wobei „untermalt“ leicht untertrieben ist. Die Böller krachen, wenn technisch alles glattgeht, exakt im Rhythmus der Musik. Das werde gewiss eindrucksvoll. Welche Musik? Walzer, Schlager, eine Hymne? Das soll eine Überraschung werden. Nur so viel sagt Stefanie Ernst vorab: „Es wird rockig.“
Das liefert das Stichwort. „Wir wollen insgesamt noch musikalischer werden“, kündigte Bürgermeister Leon Graupner (parteilos) schon vor einigen Wochen an. Disco, bis die Füße von allein lostanzen, liefert die Leipziger Partyband Nightfever. Sie ist der abendliche Knüller am ersten Festtag, Freitag, 19. Juni, 20.30 Uhr, auf der Bühne auf dem Markt.
Höllische Songs und House-Beats zum Tanzen
„Highway to Hell“ und „Touch too much“ heißt es am Samstag, 20. Juni, 18 Uhr, mit der AC/DC-Coverband Crayfish. Ab 22 Uhr wird zum gemeinsamen Fußballschauen des WM-Spiels Deutschland gegen Elfenbeinküste in den Rathaussaal eingeladen. Zeitgleich bringen die DJs Fux und Hase mit scheppernden Electro-Drops und House-Beats das jüngere Publikum zum Tanzen.
Die Nachtruhe der Innenstadtbewohner wird trotzdem bedacht. „0.30 Uhr ist Ausschankschluss. 1 Uhr endet das Programm“, sagt Festorganisatorin Stefanie Ernst.
Spontaner Aufruf an Freiwillige
Am dritten Festtag, 21. Juni, soll das Lkw-Ziehen viel Publikum locken. Es beginnt um 12.30 Uhr. Start ist an der Salzmann-Buchhandlung, Ziel kurz vor dem Eckhaus „Süße Ecke“.
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Haben sich bereits echte Mannschaften formiert? Davon weiß zumindest Stefanie Ernst nichts. „Wir gehen davon aus, dass das auch spontan mit Freiwilligen klappt.“ Ein Probeziehen, das Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Waltershausen absolvierten, endete mit der Erkenntnis: Sechs Personen sind zu wenige, um den Lastwagen auf der leicht ansteigenden Straße zu ziehen, besser sind zehn oder zwölf.
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Mehr als 30 Grad, das ist besser als Hagel
Welche Bedeutung hat das passende Wetter? „Ideal wären 20 bis 24 Grad, mit Sonne, aber nicht zu viel Sonne“, antwortet Stefanie Ernst. Die Vorhersage spricht aber von mehr als 30 Grad. Das könnte vielleicht tagsüber für manchen ein wenig zu heiß sein. „Aber die Abendveranstaltungen laufen dann trotzdem gut“, ist Ernst zuversichtlich. Außerdem sei das Waltershäuser Stadtfest in gewisser Weise wettererprobt: „Wir hatten schon Hagel, richtig Kälte und Gewitter.“
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Der Aufbau von Bühne und Schaustellerattraktionen beginnt am Donnerstag. Die Händler werden auf dem Markt platziert. Die Karussells und Schaustellerbuden befinden sich als kleine „Rummelmeile“ am Klaustor.










