Die Gothaer Kreismusikschule „Louis Spohr“ feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen und das Jugendorchester der Musikschule sein 30‑jähriges. Aus diesem Anlass gab es am Wochenende des 26. und 27. September ein Ehemaligentreffen und ein großes Konzert in der Stadthalle. Jonas Osdrowski vom Förderverein der Kreismusikschule berichtet von diesem sehr musikalischen Wochenende.

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„Die Jahre vergehen – die Musik bleibt“ – treffender hätte das Motto des Ehemaligentreffens der Kreismusikschule „Louis Spohr“ in Gotha kaum sein können. Die Stadthalle Gothas stand ganz im Zeichen der Musik, der Erinnerungen und der Begegnungen. Über 150 ehemalige Musikschüler und Orchestermitglieder kehrten an den Ort ihrer musikalischen Wurzeln zurück. Fast 100 von ihnen griffen wieder zum Instrument, um gemeinsam mit dem bestehenden Jugendorchester zu musizieren.

Unter der Leitung von Andrea Hähnlein wurden alte und neue Stücke einstudiert. Man konnte deutlich spüren, dass die Freude am gemeinsamen Musizieren auch nach vielen Jahren ungebrochen ist.

In den Pausen wurde erzählt, gelacht und in Erinnerungen geschwelgt. Viele Ehemalige hatten sich seit Jahren nicht gesehen und knüpften sofort wieder an gemeinsame Erlebnisse aus ihrer Musikschulzeit an.

Das Wiedersehen gipfelt in einem großen Konzert

Nach der Probe gesellten sich über 50 weitere ehemalige Musiker für ein gemütliches Beisammensein dazu. Gemeinsam wurde in Fotoalben und Bildarchiven aus drei Jahrzehnten gestöbert. Auf Stellwänden und Tischen fanden sich zahlreiche Fotografien, die längst vergangene Konzerte, Orchesterfahrten und Musikschulveranstaltungen wieder lebendig werden ließen.

Kreismusikschule Gotha
Andrea Hähnlein wurde als Leiterin des 30 Jahre alten Jugendorchesters unter anderem mit einem goldenen Taktstock geehrt. Klarinettist Max Friedrich gratuliert und überreicht einen Präsentkorb. Sie leitet das Orchester auch weiterhin.© Dirk Seidel | Dirk Seidel

Steckbriefe halfen dabei, alte Freunde wiederzuerkennen, und kleine Kennenlern- und Wiedererkennungsspiele sorgten für viele lustige Momente. Manch einer staunte nicht schlecht darüber, wie sich ihre ehemaligen musikalischen Mitstreiter im Laufe der Jahre verändert hatten. Viele Menschen unterschiedlichster Generationen, Berufe und Lebenswege fanden durch die Musik wieder zusammen.

Das große Finale sollte aber erst noch folgen. Das Wiedersehen gipfelte in einem bombastischen Konzert und einer restlos ausverkauften Stadthalle. Etwa 100 Musizierende präsentierten ein außergewöhnliches, anspruchsvolles und emotionales Konzert, das selbst für unsere treuesten Zuschauer noch einige Überraschungen parat hatte.

Auch Andrea und ihr Mann und Bigband-Leader Ralf Hähnlein blieben davon nicht verschont. Ralf Hähnlein trat zum letzten Mal als Leiter der Bigband auf und wurde feierlich von seinen Musikern verabschiedet. Er gibt die Leitung an Leander Torge ab. Andrea Hähnlein bekam vom Orchester für 30 Jahre außergewöhnliche Orchesterarbeit den „goldenen Taktstock“ überreicht. Beides wurde begleitet von tosendem Beifall, Standing Ovations, Jubelrufen und Fußgetrampel, das die Bühne und den gesamten Saal buchstäblich zum Beben brachte.

Alle waren sich einig: Dieses Ehemaligentreffen war eine ganz besondere Veranstaltung. Es war wunderbar zu sehen, wie Musik Menschen prägt und verbindet. Viele nahmen nicht nur schöne Erinnerungen mit nach Hause, sondern auch neue Motivation.

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Und wer weiß: Vielleicht wird in den kommenden Tagen und Wochen bei dem einen oder anderen ehemaligen Musikschüler das Instrument wieder aus dem Koffer geholt, abgestaubt und erneut zum Klingen gebracht. Denn eines hat dieses Wochenende eindrucksvoll bewiesen: „Die Jahre vergehen – die Musik bleibt.“