Am Myconiusplatz in Gotha bleibt es ruhig. Bislang hat es keine neuen Vorkommnisse gegeben. Der oder die Täter aber sind noch auf freiem Fuß.

Anfang August kehrten im Abstand von fünf Tagen die zwei Kater Einstein und Oskar mit Kopfverletzungen nach Hause zurück. Ein Tierarzt bestätigte die Vermutung: Auf die Tiere muss mit einem Luftgewehr oder einer Gasdruckwaffe geschossen worden sein.

Katzen angeschossen
Bereits im Oktober 2025 hatte der Kater Oskar eine Verletzung am Kopf. Damals blieb die Ursache unklar.© Archiv | Christian Kleinen

1500 Euro Belohnung für Hinweise

Beide Tiere wurden frontal im Stirnbereich getroffen. „Dieser Umstand erscheint mir auffällig“, sagte der Halter Christian Kleinen im August. „Als Laie kann ich selbstverständlich nicht beurteilen, ob sich daraus Rückschlüsse auf Schussrichtung, Schussentfernung oder den konkreten Tatablauf ziehen lassen.“ Der Gothaer hält es aber für möglich, dass die Katzen erst angelockt und dann aus nächster Nähe auf sie geschossen wurde.

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Kleinen erstattete Anzeige, setzte sogar 1000 Euro zur Belohnung aus. Die Tierrechtsorganisation Peta lobte zusätzlich 500 Euro aus, um Zeugen zu finden. Von der Landespolizeiinspektion Gotha heißt es auf Nachfrage, dass die Ermittlungen noch andauerten. Trotz des Zeugenaufrufes habe es keine Meldungen gegeben.

Ähnliche Verletzungen im Oktober 2025

Die beiden Kater sind zwar am Myconiusplatz zu Hause, treiben sich allerdings auch in der Nachbarschaft herum. Es ist also möglich, dass andernorts auf die Tiere geschossen wurde. Sowohl Einstein als auch Oskar wurden bereits im Oktober 2025 am Kopf verletzt. Unklar blieb aber, ob die Tiere damals mit Waffen verletzt wurden.

Auf Kleinens Zeugenaufruf reagierte lediglich eine Frau aus der Reinhardsbrunner Straße. Ihre Katze sei seit Mitte Juli verschwunden. Ein Zusammenhang konnte bislang nicht hergestellt werden.

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Der Familie und den Katern geht es gut, bestätigt Christian Kleinen. Weitere Angriffe gab es bislang nicht. Die Polizei Gotha sucht trotzdem weiter Zeugen. Hinweise nehmen die Beamten unter Telefon: 03621/78 11 24, mit Angabe der Bezugsnummer 0204559/2026, entgegen.