Zwei Männer sollen Ende Oktober im Zusammenhang mit dem Brand des historischen Neutorturms in Arnstadt vor Gericht stehen. Angeklagt sind ein 24 Jahre alter Mann wegen Brandstiftung und ein 38-Jähriger unter anderem wegen Sachbeschädigung und der Verwendung von verfassungswidrigen Kennzeichen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt sagte. Die Verhandlung solle am 29. Oktober beginnen, hieß es seitens des Amtsgerichts Arnstadts.

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Zwar habe es zunächst vier weitere Beschuldigte wegen des Feuers gegeben, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hannes Grünseisen. Doch gegen diese sei das Verfahren eingestellt, beziehungsweise sei mit Blick auf das Jugendgerichtsgesetz von einer weiteren strafrechtlichen Verfolgung abgesehen worden. Die vier Betroffenen seien nicht an der Brandstiftung beteiligt gewesen, betonte Grünseisen.

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Hunderte Jahre altes Bauwerk - neue Nutzung in Planung

Bei dem Feuer am 14. April war die Kuppel des Turmes aus dem 15. Jahrhundert abgebrannt. An dem Gebäude hatte es laut früheren Polizeiangaben in der Nacht vor dem Feuer bereits andere Brände gegeben. Zudem sei an der historischen Stadtmauer in der Nähe des Turmes später eine Schmiererei mit rechtsradikalem Hintergrund entdeckt worden.

Der Turm gehört zu den Sehenswürdigkeiten von Arnstadt. Die Brandsanierung sei inzwischen abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. 190.000 Euro seien bislang in die Sicherung des Bauwerks geflossen. Aktuell arbeite die Verwaltung an einem Nutzungskonzept, mit dem der Turm künftig für Besucher geöffnet werden könne. Denkbar sei etwa ein Museum, sicher sei dies aber bisher nicht. Sobald das Nutzungskonzept steht, könne die weitere Bauplanung beginnen. Für den Wiederaufbau mit neuem Nutzungskonzept seien bislang rund 100.000 Euro an Spendengeldern gesammelt worden.

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dpa