Das Förderprogramm „Aktiv vor Ort“ der Thüringer Ehrenamtsstiftung geht in diesem Jahr in die fünfte Runde. Es richtet sich an gemeinnützige Organisationen und Initiativen vorwiegend im ländlichen Raum, die mit ihrem Engagement unter anderem Brauchtum und Traditionen pflegen, in den Bereichen Senioren, Kinder- und Jugendarbeit aktiv sind oder sich für den Umweltschutz, Denkmalschutz und Projekte zur Dorferneuerung einsetzen.

Anmeldung für Förderprogramm erstmals nur noch digital

Im Ilm-Kreis haben in den vergangenen Jahren ganz unterschiedliche Vereine und Initiativen von der Förderung für ihre Projekte profitiert. Im Jahr 2024 erhielten 17 Vereine und eine Initiative aus dem Ilm-Kreis eine Förderung über „Aktiv vor Ort“. Die geförderte, tragbare Akkuleuchte leistete beim Feuerwehrverein Gügleben zum Beispiel beim Osterfeuer in diesem Jahr schon gute Dienste.

Der Ichtershäuser Carnevalverein konnte für die vergangene Jubiläumssaison (40 Jahre ICV) vom Fördergeld unter anderem Kostüme für die Kinder-Garde kaufen. Der Dorf- und Heimatverein Dienstedt-Oesteröda deckte mit dem Geld aus dem Förderprogramm „Aktiv vor Ort“ den Versicherungsbeitrag für den Höhlenbetrieb des aktuellen Jahres ab. Die Karsthöhle in Dienstedt ist gerade in den heißen Sommertagen immer für eine Abkühlung gut.

Ehrenamt
Andreas Bühl spricht zu den Teilnehmern des Ehrenamts-Netzwerktreffens in Martinroda.© Maximilian Wiegand

Seit Mitte Juni können Vereine und Initiativen wieder Förderanträge bei der Thüringer Ehrenamtsstiftung stellen. Erstmals – und künftig ausschließlich – kann die Antragstellung nur noch digital im Förderportal der Thüringer Ehrenamtsstiftung erfolgen, informiert die Stiftung mit Sitz in Erfurt. Eine Antragstellung in Papierform ist nicht mehr möglich.

Auf der Internetseite der Stiftung – www.thueringer-ehrenamtsstiftung.de/aktiv-vor-ort – gibt es den Link zum Förderportal. „Mit der digitalen Lösung können Anträge schneller geprüft und Förderzusagen zügiger erteilt werden – das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für mehr Transparenz im Verfahren“, schildert Niels Lange, Stiftungs-Geschäftsführer.

Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Digitalisierung der Vereinsarbeit, Fahrtkosten, Öffentlichkeitsarbeit, Pflichtversicherungen, Büro- und Verbrauchsmaterialien sowie die Würdigung freiwillig Engagierter. Die maximale Förderhöhe beträgt 5000 Euro pro Antrag. Wie die Thüringer Ehrenamtsstiftung weiter mitteilt, sind auch Maßnahmen förderfähig, die im Jahr 2025 bereits durchgeführt wurden oder noch geplant sind.

Die meistgelesenen Beiträge aus dem Ilm-Kreis

2,5 Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Verfügung

„Mit 2,5 Millionen Euro verfügen wir dank des Thüringer Ehrenamtsgesetzes über mehr als das Dreifache des Vorjahresbudgets. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das vielfältige Engagement im Land geschätzt wird – und dass diese Wertschätzung auch in stärkerer Förderung Ausdruck findet“, erklärt Frank Krätzschmar, Vorstandsvorsitzender der Thüringer Ehrenamtsstiftung. Das Thüringer Ehrenamtsgesetz wurde im Frühjahr 2024 vom Thüringer Landtag verabschiedet.

Vor wenigen Tagen brachte Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU) mithilfe der Kirmesgesellschaft Martinroda Vertreter mehrere Dutzend Vereine in Martinroda zu einem Ehrenamtsnetzwerktreffen zusammen. Dabei ging es auch um Förderprogramme wie „Aktiv vor Ort“ oder die Unterstützungen über das neue Ehrenamtsgesetz. Rede und Antwort stand in Martinroda übrigens auch Niels Lange von der Thüringer Ehrenamtsstiftung.