Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) überreichte am 29. September im Erfurter Kaisersaal den Bundesverdienstorden an acht verdiente Bürgerinnen und Bürger, darunter an Dieter Rudolph aus dem Ilmenauer Ortsteil Manebach.

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„Der Bundesverdienstorden zeichnet Menschen aus, die unser Land im wahrsten Sinne des Wortes tragen“, sagte Voigt. „Es sind die Frauen und Männer, die Woche für Woche auf dem Sportplatz mit Kindern trainieren, die in Vereinen Traditionen bewahren, die in schwierigen Zeiten ein offenes Ohr haben oder dort helfen, wo andere längst aufgeben würden. Sie schenken Zeit, Herz und Energie – ohne dafür etwas zu erwarten, außer dass unsere Gemeinschaft zusammenhält.

Wer sich so für andere stark macht, verdient nicht nur höchste Auszeichnung, sondern auch den Dank und die Anerkennung des ganzen Freistaates.“ Er überreichte das Verdienstkreuz bzw. die Verdienstmedaille am Bandes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier „für Ihre Verdienste um das Gemeinwohl“.

In der Laudatio zu Dieter Rudolf, der für sein herausragendes Wirken für Sport und Gesellschaft das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekam, heißt es, dass er seit 1974 den Rodelnachwuchs in seinem Heimatverein SV Ilmtal Manebach mit Herz, Disziplin und unermüdlicher Geduld trainiert – aktuell über 20 Kinder. Dabei geht es nicht nur um sportliche Leistung, sondern um die Vermittlung von Werten wie Fairness, Ehrlichkeit, Teamgeist.

Verdienstorden
Dieter Rudolph nach der Verleihung mit Manebachs Ortsbürgermeister Stefan Schmidt (links), Ilmenaus Bürgermeisterin Beate Misch und Landrätin Petra Enders (rechts). © Thüringer Staatskanzlei | Volker Hielscher

Ehrenamtliche Arbeit umfasst unzählige Stunden

Dieter Rudolph ist Trainer, Organisator, Kassenwart, Motivator – und Vorbild. Seine ehrenamtliche Arbeit umfasst unzählige Stunden, die den Sportbetrieb sichern. In einer Zeit, in der viele Vereine über Nachwuchsprobleme klagen, gelingt es ihm, Menschen zu begeistern und langfristig zu binden. Noch immer engagiert ist er als Kampfrichter und bei Sportveranstaltungen wie dem Internationalen Rennsteigpokal. Wie kaum ein anderer steht Dieter Rudolph für die kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung des Rodelsports in Thüringen.

Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (parteilos) dankte ihm unter anderem mit den Worten: „Auch als Pensionär ist er noch als Kassierer, Wettkampfleiter und unermüdlicher Unterstützer der Vereinsarbeit aktiv. Dafür gebührt ihm großer Respekt und ein herzliches Dankeschön“, sagte Schultheiß.

Heute begleitet Dieter Rudolph weiterhin die Funktion als Hauptkassierer des Sportvereins. Aber auch am Bratwurstrost, als Wettkampfleiter oder als Ratgeber und gute Seele des Vereins verbringt er viele Stunden uneigennützig auf den Sportstätten in Manebach und der Rennsteig-Region. „Sein Einsatz und seine Unterstützung sind beispielgebend für die Vereinslandschaft in unserer Stadt“, würdigte der Oberbürgermeister.

Landrätin Petra Enders (parteilos) beglückwünschte Dieter Rudolph ebenfalls. „Die Auszeichnung würdigt in besonderem Maße sein Engagement für den Sport. Er hat es zu seiner Lebensaufgabe erklärt, den Nachwuchs für den Rennschlittensport zu begeistern und langfristig zu binden. Mit Herz und Leidenschaft organisiert er seit vielen Jahren die Kreisjugendspiele im Rodeln, aber auch den Rennsteigpokal in Oberhof. Als stellvertretender Vorsitzender trug Dieter Rudolph entscheidend zur erfolgreichen Entwicklung des Kreissportbundes Ilm-Kreis e. V. bei.